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Investition : Feuerwehr-Zentrale benötigt dringend Sanierung

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Hauptwache soll für 22,6 Millionen Euro modernisiert und erweitert werden

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Rostocks Brandschützer fiebern seit Jahren der Sanierung ihrer Hauptwache in der Erich-Schlesinger-Straße entgegen. „Es besteht absolut akuter Handlungsbedarf“, sagt Sigrid Hecht, Chefin des zuständigen Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Seit einem Vierteljahrhundert wurden an dem in den 60er-Jahren errichteten Komplex keine größeren Sanierungsmaßnahmen mehr ausgeführt. Das soll sich nun ändern.

19 Millionen Euro sind im KOE-Etat für die Modernisierung und Erweiterung der Wache vorgesehen. Neben der baulichen Hülle sollen auch Heizung, Lüftung und Elektroanlagen auf den neuesten Stand gebracht werden. Weitere 3,6 Millionen Euro fließen in einen Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte und für das Lager des Katastrophenschutzes, die langfristig ebenfalls an den Standort ziehen sollen. Bisher sind die Brandbekämpfer in einem angemieteten Komplex in der Fahnenstraße untergebracht, die Katastrophenschützer in Stadtweide. Ein beauftragtes Ingenieurbüro hatte berechnet, dass der Neubau einer eigenen Immobilie die Stadtkasse dank der eingesparten Miete langfristig weniger belastet. Zumal das Grundstück in Stadtweide nach dem Umzug geräumt und vermarktet werden könne.

Die anvisierte neue Zentrale der freiwilligen Feuerwehr dient zunächst allerdings als Ausweichquartier für die Kameraden der Berufsfeuerwehr und die Leitstelle. „Wir können die Wache nicht bei laufendem Betrieb sanieren“, erklärt Hecht. Ihre Mitarbeiter stehen bereits in den Startlöchern. Sie warten nicht nur seit zwei Jahren auf die Genehmigung des Innenministeriums für die benötigte Kreditaufnahme. Auch der überarbeitete Feuerwehrbedarfsplan der Hansestadt steht noch aus. „Seine Fertigstellung hat sich verzögert“, so Hecht. Nach aktuellem Stand soll er voraussichtlich im kommenden Monat vorliegen.

Darüber hinaus fehlt noch immer der Bebauungsplan der Stadt für den westlichen Teil des Groten Pohls. Er ist zwingende Voraussetzung für das gesamte Projekt. „Wir warten jetzt dringend darauf, dass der B-Plan bestätigt wird“, sagt die KOE-Chefin. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) habe seiner Anfertigung höchste Priorität verordnet, um das Verfahren zu beschleunigen. Dennoch rechnet Hecht nicht vor 2025 mit dem endgültigen Abschluss aller Arbeiten und Umzüge.

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