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14. Dezember 2017 | 13:54 Uhr

Feuerwehr wählt neue Spitze

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svz.de von
erstellt am 22.Jan.2012 | 07:46 Uhr

Kröpeliner-Tor-Vorstadt | Die Freiwillige Feuerwehr Rostock hat einen neuen Stadtwehrführer und seinen Stellvertreter gewählt. 39 Delegierte aus dem Verbandsvorstand haben sich mit Mehrheit für Steffen Grafe und Lutz Kalkschies-Dizel ausgesprochen. Beide sind bereits jahrelang bei der Freiwilligen Feuerwehr tätig, fahren regelmäßig Einsätze und haben auch schon Verbandsarbeit geleistet. Nun freuen sie sich auf ihre neue Aufgabe: "Wichtig ist, dass der Verband jetzt wieder eine Spitze hat", erklärt Steffen Grafe. Die Führungspositionen seien nämlich bereits seit mehr als einem halben Jahr unbesetzt gewesen. "Nun gilt es, den Rückhalt im Verband wieder zu stärken", meint der neue Stadtwehrführer Grafe. Doch dies sei nicht die einzige Aufgabe der Leitung. "Der Stadtwehrführer muss jemand sein, der den Verband leiten kann. Er gilt als Vertreter der Interessen der Freiwilligen Feuerwehr gegenüber der Berufsfeuerwehr und gegenüber Vertretern der Stadt", erklärt Landesbrandmeister Heino Kalkschies. Dieser ist der Bruder des neuen stellvertretenden Stadtwehrführers Lutz Kalkschies-Dizel und war selbst von 1995 bis 2001 Stadtwehrführer in Rostock. "In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur zwei Feuerwehrverbände: Rostock und Schwerin. Der Stadtwehrführer muss den Zusammenhalt des Gefüges der Freiwilligen Feuerwehren stärken", so Kalkschies.

Stärkere Förderung von Ehrenamt und Nachwuchs

Diese Aufgabe sei sehr wichtig. Der überarbeitete Feuerwehrbedarfsplan der Hansestadt Rostock von 2011 hat bewiesen, dass der Brandschutz und die Hilfeleistung in der aktuellen Qualität nur existieren können, wenn der Zusammenhalt in den Feuerwehren funktioniert und die Freiwillige Feuerwehr im Zusammenspiel mit der Berufsfeuerwehr agiert. "In ganz Mecklenburg-Vorpommern gibt es lediglich sechs Berufsfeuerwehren, dafür aber 1028 Freiwillige Feuerwehren", so Landesbrandmeister Kalkschies. In Rostock engagieren sich rund 200 Leute bei der Freiwilligen Feuerwehr. Hinzu kommen 70 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.

Dass Grafe und Kalkschies-Dizel mit ihrem neuen Amt vor schwierigen Herausforderungen stehen, ist ihnen bewusst: "Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Ehrenamt mehr gefördert wird. Mehr Anerkennung seitens der Stadt und von den jeweiligen Arbeitgebern wäre wünschenswert", so Grafe. "Außerdem möchten wir wieder mehr für die Nachwuchsförderung tun", ergänzt Kalkschies-Dizel. Diese sei in den vergangenen Jahren zu kurz gekommen.

Weiterhin wünschen sich Grafe und sein Kollege, dass die Ausbildung der Kreisfeuerwehren noch stärker unterstützt wird. "Seit dem vergangenen Jahr übernimmt das Brandschutzrettungsamt die Ausbildungsförderung", berichtet Grafe. In dessen Zuständigkeitsbereich würde auch die Erneuerung des Fuhrparkes der Feuerwehren fallen. "Wir sollen demnächst zwei neue Löschfahrzeuge bekommen", so der Stadtwehrführer.

Die Amtszeit von Grafe und Kalkschies-Dizel ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt. In dieser Zeit haben die beiden die Möglichkeit, die Ausbildung zum Zugführer nachzuholen. "Diese muss eigentlich absolviert sein, bevor man sich als Stadtwehrführer wählen lassen kann", erklärt Grafe. "Wir haben vom Ministerium eine Ausnahmeregelung bekommen."

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