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Feuerwehr-Streit eskaliert: Stadtwehrführer beurlaubt

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erstellt am 26.Nov.2013 | 08:24 Uhr

Rostock | Nächster Paukenschlag im Rostocker Feuerwehrstreit: Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) hat Stadtwehrführer Steffen Grafe gestern vorübergehend suspendiert. Außerdem darf dieser bis auf Weiteres weder seine Uniform tragen noch ein Gebäude der Feuerwehr betreten.

Dieser neuerlichen Eskalation vorausgegangen war ein internes Rundschreiben von Rostocks oberstem freiwilligen Brandbekämpfer an seine Kameraden. Darin kritisiert Grafe vor allem die Ausladung der freiwilligen Feuerwehren vom Rathaus-Festakt am 6. Dezember anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamtes. Das sei ein Schlag ins Gesicht aller ehrenamtlich Tätigen.

Er schreibt: "Es kann und darf nicht sein, dass ein störrischer Oberbürgermeister die Arbeit von mehr als 300 Feuerwehrkameraden so in den Dreck zieht." Zugleich wirft er der Verwaltung rechtswidriges und unverantwortliches Handeln im Zusammenhang mit den Polizei-Durchsuchungen zweier Wachen im August vor. Und weiter: "Auch kann es nicht sein, dass Mitglieder des Personalrats der Berufsfeuerwehr weiterhin massiv gegen uns freiwillige Kameraden hetzen." Davon dürften sich diese aber nicht negativ in ihrer Arbeit beeinflussen lassen.

Oberbürgermeister Roland Methling sagt: "Es handelt sich um einen Brandbrief, der nicht dazu beiträgt, das über viele Jahre gewachsene Verhältnis zwischen Berufs- und freiwilliger Feuerwehr zu befördern, sondern erneut Öl ins Feuer gießt." Steffen Grafe hat vor dem Verwaltungsgericht bereits Einspruch gegen die Suspendierung erhoben.

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