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Brandschutz : Feuerwehr: Rostock will Nachwuchs selbst ausbilden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Brandmeister aus ganz MV könnten künftig in der Hansestadt trainieren. Oder steht die Wache in Groß Klein vor dem Aus?

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erstellt am 12.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Wird Rostock zum neuen Ausbildungszentrum für den Nachwuchs der Berufsfeuerwehren im Land? Bislang absolvieren angehende Brandmeister ihre Grundlehrgänge vor allem in der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz MV in Malchow. Jetzt gibt es allerdings Bestrebungen, diese Kurse komplett nach Rostock zu verlagern – Malchow sei überlastet. Und: „Für die Grundausbildung ist die Landesschule eigentlich nicht zuständig“, sagt Rostocks Stadtwehrführer Steffen Grafe. Das sei Angelegenheit der einzelnen Berufsfeuerwehren.

Rostocks Stadtsprecherin Kerstin Kanaa bestätigt, dass die Ausbildung der Brandmeister in der Hansestadt neu organisiert werden soll. Laut Grafe will Rostock auch die Ausbildung der kleineren Berufsfeuerwehren in Neubrandenburg, Greifswald, Schwerin und Stralsund in die Pläne einbeziehen. „Für sie ist eine externe Ausbildung wirtschaftlicher“, sagt er. Ein möglicher Standort dafür ist die Feuerwache See in Groß Klein. Dort absolviert der Nachwuchs schon jetzt Wachpraktika, auch die schiffsnautische Ausbildung für den Einsatz auf dem Löschboot ist dort angesiedelt. Das Technische Hilfswerk nutzt das Gelände ebenfalls als Gast. Allerdings müsste die Wache dann aufgerüstet werden, so Grafe: „Mehr als zwei Schulungsräume gibt sie bislang nicht her.“

Von einem Ausbau profitieren würde auch die Freiwillige Feuerwehr Groß Klein. Sollte die Brandmeisterausbildung allerdings nicht in ihrer Wache zentralisiert werden, könnte dies das Aus für den Standort bedeuten. Zumal das Löschboot wohl in den Überseehafen verlegt werden soll. Auch soll die Stadt einen Verkauf des Filetstücks neben der Neptun-Werft in Betracht ziehen und dafür schon dessen Wert taxiert haben. Stadtsprecherin Kanaa: „Mittelfristig gibt es nicht die Absicht, das Objekt zu veräußern.“

Die Kameraden vor Ort fürchten dennoch, ihr Gelände in den nächsten Jahren aufgeben zu müssen. „Falls wir hier weg müssen, muss es eine Anschlusslösung geben“, sagt der frisch im Amt bestätigte Wehrleiter Thomas Ebeling. „Wir werden im Nordwesten gebraucht, haben das höchste Einsatzaufkommen der gesamten Stadt.“ Die 155 Jahre alte Wehr ist die älteste von ganz Rostock. Ein Umzug in einen anderen Stadtteil sei nicht sinnvoll, so Ebeling: „80 Prozent der Mitglieder wohnen vor Ort und sind so schnell einsatzbereit.“

Die 54 aktiven freiwilligen Feuerwehrleute der Wache unterstützen auch die in Lütten Klein stationierten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr. Diese sind unter anderem für die Hochhäuser im Nordwesten der Stadt zuständig.

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