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umweltschutz : Feuerwehr-Nachwuchs räumt die Ostmole auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Müll gefährdet Robben, Schweinswale und Vögel

Angelhaken, zerschlagene Flaschen und jede Menge Unrat tauchten am Sonnabend auf der Ostmole wieder auf – nachdem sie arglos zwischen die Steine gerutscht oder geworfen wurden. An der Ostmole startete die Jugendfeuerwehr der Rostocker Heide zum Wohle der Meeresbewohner und Seevögel einen Frühjahrsputz.

Das Projekt stand unter der Patenschaft der Forscher vom Robbenforschungszentrum der Universität Rostock, die über die Nachlässigkeit der Urlauber und Angler wenig erfreut sind. „Insbesondere Schnüre, Bootsleinen und abgerissene Angelhaken stellen nicht nur eine Gefahr für unsere Robben dar, sondern sind eine ernsthafte Gefahr für die hier lebenden Schweinswale, Kegelrobben, Seehunde und Seevögel“, sagte Lars Miersch vom Forschungszentrum. Des Weiteren seien vor allem die Überreste von Feuerwerkskörpern mehr als schädlich. Diese stellten am Sonnabend den größten Anteil des geborgenen Mülls dar. Die abgebrannten Reste seien mit grober Umweltverschmutzung der Ostsee verbunden, weil sie inzwischen nicht nur einmal jährlich, sondern alle zwei Wochen lediglich als Unterhaltungsfaktor eingesetzt würden, so Miersch.

Die angesammelte Menge abgeschossener Raketen, Benzinkanister und Zivilisationsmüll erstaunte auch den Nachwuchs der Feuerwehr, der sich besonders über diese Aktion freute und sich emsig engagierte. „Ich achte auch sonst auf die Umwelt. Deshalb gefällt mir diese Aktion, an der ich heute teilnehme, besonders gut“, sagte der 16-jährige Matty Schiller aus Hohe Düne.

Mit der Reinigung der Ostmole möchte die Freiwillige Feuerwehr der Rostocker Heide die Öffentlichkeit sensibilisieren, alle Randbereiche der Ostsee vom Müll frei zu halten. Alle Beteiligten wünschen sich Hinweisschilder für arglose Urlauber und Tourismus-Angler auf der Ostmole. Außerdem fehlten hier Müllbehälter, die das Problem um einiges eingrenzen könnten, so Robbenforscher Miersch.

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