Rostock : Feuerwehr löscht in Einheitskluft

Neue Bekleidung für die freiwilligen Feuerwehrmitglieder der Hansestadt überreichen Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (2. v. r.) und Stadtbrandmeister Johann Edelmann (2. v. l.) stellvertretend an die Groß Kleiner Wehrleiter Thomas Ebeling (r.) und Jan Lehwald.
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Neue Bekleidung für die freiwilligen Feuerwehrmitglieder der Hansestadt überreichen Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (2. v. r.) und Stadtbrandmeister Johann Edelmann (2. v. l.) stellvertretend an die Groß Kleiner Wehrleiter Thomas Ebeling (r.) und Jan Lehwald.

Hansestadt investiert 280 000 Euro in neue Bekleidung für die freiwilligen Brandschützer. Ein Set aus Jacke und Hose kostet 1000 Euro.

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04. September 2018, 05:00 Uhr

Thomas Ebeling zeigt auf den Ärmel der Jacke, erklärt die Funktion der verschiedenen Membranen, lobt die Funktionalität und den hohen Tragekomfort der neuen Feuerwehrkleidung. Die Ausstattung ihrer Brandschützer hat sich die Hansestadt aber auch einiges kosten lassen: 1000 Euro pro Set, das aus Jacke und Hose besteht. Insgesamt wurden rund 280 000 Euro investiert, um die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehrmitglieder an die der Kameraden der Berufswehr anzupassen.

Neue strategische Ausrichtung

„Das ist gut angelegtes Geld, denn am Ende stehen alle vor dem gleichen heißen Feuer und löschen, auch wenn die einen dafür Geld bekommen und die anderen das in ihrer Freizeit machen“, sagt Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD).

Gut zwei Jahre sei es her, dass er zusammen mit Stadtbrandmeister Johann Edelmann über die strategische Ausrichtung der Feuerwehr beraten hätte. „Mein Leitbild war dabei die Feuerwehr Rostock als Ganzes, dass wir nicht mehr unterscheiden zwischen Berufs- und freiwilligen Kräften“, so Müller-von Wrycz Rekowski. Schließlich fahren die Kameraden viele Einsätze gemeinsam. „Auch die Großbrände in diesem Sommer haben gezeigt, wie gut es ist, dass wir neben der Berufsfeuerwehr noch Freiwillige haben“, so der Senator.

Von der neuen Bekleidung seien 220 Sets bestellt worden. Den Großteil erhalten die freiwilligen Wehren aus Stadtmitte und Groß Klein, da diese über die meisten aktiven Einsatzkräfte verfügen. 60 Sets seien zudem noch für die Berufswehr angeschafft worden. Da die einheitliche Kleidung nicht nur aus Jacke und Hose besteht, seien auch Stiefel geordert. „315 Paar sind gerade in der Beschaffung und kosten noch einmal knapp 59 000 Euro“, so Müller-von Wrycz Rekowski.

Große Einsatztruppe für viele Einsätze

Die Groß Kleiner, bei denen die symbolische Übergabe stattfand, freuten sich über das Geschenk. „Jetzt werden wir auch einheitlich wahrgenommen“, sagt Wehrführer Thomas Ebeling. Er kann aktuell auf eine 55 Personen starke Einsatztruppe zählen. Dazu kämen 26 Mitglieder in der Jugendwehr, 20 im Förderverein sowie vier Ehrenmitglieder. „Wir haben aktuell sogar 20 Mädchen und Jungen auf der Warteliste für die Jugendfeuerwehr“, sagt Ebeling. Mehr als die aktuell betreuten Jugendlichen, die im Alter von 10 bis 18 Jahre sind, könnten aber nicht aufgenommen werden. „Da ist die Grenze erreicht, was den Platz im Objekt, die personelle Betreuung, Ausstattung und den Transport angeht.“

Über mangelnde Einsätze kann sich die Nordwest-Wehr nicht beklagen. Bis zum 31. August wurden bereits 156 Einsätze gezählt. „Das ist sonst die Zahl, die wir in einem Jahr haben“, sagt Ebeling. Dass es diesmal vier Monate früher so weit ist, läge nicht nur an den Großbränden der Mülldeponien, sondern auch an zahlreichen kleineren Einsätzen aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit. Auch 20 Einsätze für die Brandsicherheitswache in der Halle 207 stehen in der Statistik.

In zwei Wochen soll deshalb auch der Fuhrpark der Wehr erweitert und den Kameraden ein neues Löschfahrzeug übergeben werden.

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