Feuerwehr bekommt neue Wache in Dierkow

<strong>Auch die neue Feuerwache 10</strong> in Dierkow soll eine eigene Drehleiter wie die von Maschinist Klaus-Dieter Polkert bekommen. <foto>GeoS</foto>
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Auch die neue Feuerwache 10 in Dierkow soll eine eigene Drehleiter wie die von Maschinist Klaus-Dieter Polkert bekommen. GeoS

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04. Januar 2013, 07:05 Uhr

Dierkow | Eine neue Wache in Dierkow soll die Anfahrtszeiten der Feuerwehr im Nordosten künftig erheblich senken. Noch bis Ende des Monats können sich Architekten für die Planung der Anlagen auf dem Grundstück am Dierkower Damm 30a bewerben. In der ersten Juniwoche soll dann der endgültige Sieger gekürt werden. "Bislang gibt es sieben Bewerber", sagt Nico Seefeldt vom Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE), der für den Neubau zuständig ist. Eine Machbarkeitsstudie sei bereits im Vorfeld erarbeitet worden. "Die Ausführung ist bis Ende des Jahres 2016 vorgesehen", so Seefeldt. Der Baustart könnte im Optimalfall noch 2014 erfolgen.

"Die neue Wache im Nordosten wird die schon seit Jahren bekannte ,Lücke’ im Brandschutz unserer Stadt schließen", sagt Uwe Walter, kommissarischer Leiter des Brandschutz- und Rettungsamts. Diese sei Folge der weit auseinanderstehenden, aber nächstgelegenen Wachen der Berufsfeuerwehr in der Südstadt und im Überseehafen. Neueinstellungen soll es wegen des Neubaus nicht geben. Die 31 Einsatzkräfte, die in den neuen Gebäuden untergebracht werden, sollen früheren Angaben zufolge aus dem Überseehafen nach Dierkow verlagert werden. Sechs von ihnen werden ständig vor Ort sein.

Außerdem werden in der künftigen Feuerwache 10 die 35 aktiven Mitglieder und 15 Nachwuchs-Mitglieder der Einsatzabteilung Dierkow der Freiwilligen Feuerwehr Gehlsdorf unterkommen. "Bisher ist im Nordosten keine Freiwillige Feuerwehr angesiedelt", so Walter. Das soll sich mit dem zusätzlichen eigenen Gerätehaus nun ändern.

Die an die Wache angeschlossene Halle wird den derzeitigen Planungen zufolge vier bis sieben Einsatzfahrzeuge der Berufsfeuerwehr aufnehmen können. Unter anderem ist auch die Anschaffung einer Drehleiter vorgesehen. Sie muss allerdings erst noch beauftragt werden. Einen der drei anderen Leiterwagen zu verlagern, kommt für Walter nicht in Frage. Dazu werden sie zu häufig von den anderen Wachen benötigt. In Dierkow verstärken zudem die üblichen Lösch- und Transportfahrzeuge den Fuhrpark. "Weitestgehend alle Stadtteile im Nordosten, so unter anderem Dierkow, Toitenwinkel, Brinckmansdorf, Kassebohm und Riekdahl, werden von der verbesserten Leistungsfähigkeit profitieren", sagt Walter.

Und das gilt nicht nur für die Einsatzzeiten der Feuerwehr. Denn die rund 14 000 Quadratmeter große Anlage soll auch eine Rettungswache beherbergen, in der ständig ein Rettungswagen sowie ein Notarzt stationiert sein werden. Insgesamt 16 Personen finden allein in dieser Wache ihren Arbeitsplatz.

Der jetzt ausgeschriebene Planungswettbewerb soll die Grundlagen dafür schaffen. "Bisher gibt es sieben Bewerber", sagt Seefeldt. Deren Aufgabe ist allerdings ausschließlich ein Entwurf der groben Architektur, Fachplanungen zur technischen Ausrüstung oder zum Tragwerk sollen erst in einem späteren, gesondert ausgeschriebenen Wettbewerb folgen. Auch die Freiflächen, die einen Alarmhof, einen Übungshof, Parkplätze und eine Sportfläche umfassen sollen, sind noch kein Bestandteil. Die reinen Baukosten des gesamten Projekts betragen nach Angaben des KOE rund vier Millionen Euro. Die Gesamtkosten veranschlagt die Verwaltung mit etwa 6,9 Millionen Euro. Sie beinhalten auch die Planungskosten und Ausstattung.

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