Wehren des Umland ziehen Bilanz : Feuerwehr: Ausbildung im Fokus

Auszeichnungen erhielten unter anderem Stephan Hagemann, Matthias Klich (beide Güstrow), Mark Gerion (Kritzkow) und Michael Zech (Steffenshagen,v.l.).
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Auszeichnungen erhielten unter anderem Stephan Hagemann, Matthias Klich (beide Güstrow), Mark Gerion (Kritzkow) und Michael Zech (Steffenshagen,v.l.).

Der Kreisfeuerwehrverband zog Bilanz: 166 Wehren absolvierten knapp 2000 Einsätze in 2015. Der Wunsch sind bessere Lehr- und Lernbedingungen.

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21. März 2016, 08:00 Uhr

Kameraden aus 166 Wehren haben sich am Sonnabend im Terminal des Flughafens Rostock-Laage zur Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Landkreis Rostock versammelt. Dort wurde Bilanz gezogen, es wurden besondere Einsätze hervorgehoben, Kameraden geehrt und die Pläne für das laufende Geschäftsjahr formuliert.

Für Kreisbrandmeister Mayk Tessin steht in diesem Jahr insbesondere die Steigerung des Lehrangebots an der Landesschule für Brand- und Katastrophenschutz in Malchow auf der Agenda. „Das Lehrangebot an der Landesfeuerwehrschule ist gegenwärtig gelinde gesagt mau. Insbesondere im Bereich der Führungs- und Spezialaufgaben kann der Bedarf im Moment nicht gedeckt werden. Die Bedarfsdeckung liegt bei gerade einmal 30 Prozent. Dies ist ein Trend, der nicht tolerierbar ist“, findet der Kreisbrandmeister klare Worte. Mit dem novellierten Brandschutz- und Hilfegesetz, das am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getreten ist, soll die Landesfeuerwehrschule zu einem Kompetenzzentrum ausgebaut werden. „Gegenwärtig kommt sie dieser Forderung aus unserer Sicht nicht nach“, sagt Tessin weiter. Im Fokus der Veranstaltung stand zudem die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit der Kameraden. Dirk Höhlein, Leiter des Polizeireviers Bützow, der stellvertretend für Güstrows Polizeiinspektionsleiter Edo Kuhlmann das Grußwort an die Blauröcke richtete, sagte: „Polizei und Feuerwehr haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch einen gravierenden Unterschied: Wir werden von unserem Dienstherren gut besoldet und ihr leistet das alles im Ehrenamt. Das verdient Hochachtung, Anerkennung und Respekt.“ Auch Bundestagsabgeordneter Eckhard Rehberg (CDU) würdigte das Engagement. „Die Feuerwehr ist ein Kernbestandteil des Ehrenamts. Vielerorts ist sie der Träger des gesellschaftlichen Lebens.“ Einen Wunsch teilten die Gastredner: Alle Kameraden mögen am Ende eines Einsatzes gesund zurückkehren.

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