Brandschutz : Feuerwache: Stadt in der Kritik

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Die Gewerkschaft der Brandbekämpfer fordert einen zeitnahen Neubau in Dierkow und erhebt den Vorwurf der Klassengesellschaft

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28. Oktober 2014, 12:00 Uhr

Nach dem Brandbrief der fünf betroffenen Ortsbeiräte schaltet sich jetzt auch die Feuerwehr-Gewerkschaft in das Ringen um eine neue Feuerwache für den Rostocker Nordosten ein. „Jede weitere zeitliche Verzögerung ist unverantwortbar“, sagt Steffen Sieratzki, Vize der BTB-Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft MV.

Ohne die neue Wache am Dierkower Damm können die Einsatzkräfte die Hilfsfristen im Ernstfall nicht einhalten. Laut Brandschutz- und Rettungsamt waren sie bei Wohnungsbränden im Nordosten nur in 6,3 Prozent der Fälle innerhalb der vorgegebenen acht Minuten vor Ort. Deswegen sollte der neue Stützpunkt eigentlich schon 2012 eingeweiht werden. Probleme mit dem Lärmschutz und der Finanzierung verhinderten das. Zuletzt versagte auch das Land seine Unterstützung, weswegen die Stadt das Vorhaben nun alleine stemmen muss. Aus dem Rathaus heißt es dazu, der Neubau genieße hohe Priorität, das benötigte Geld solle in den Doppelhaushalt 2015/16 eingestellt werden.

Zufrieden ist Gewerkschafts-Vertreter Sieratzki damit aber noch nicht. Er fordert darüber hinaus die Abschaffung der drei Risikoklassen, in die das Rostocker Stadtgebiet 2009 aufgeteilt wurde. „Sie stellen sehr wohl eine Bürgerklassifizierung in Abhängigkeit der konkreten Wohnlage dar und stehen fachlich und wissenschaftlich im Widerspruch zur Schutzzieldefinition der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren“, sagt er. Andere Städte wie Hamburg hätten vergleichbare Regelungen daher mittlerweile wieder abgeschafft.

Von der jeweiligen Risikoklasse A, B oder C hängt die Sollstärke der Feuerwehrleute und die Zeit, in der sie vor Ort sein müssen, ab. Die so definierte Spanne reicht von nur sechs Kräften innerhalb von zwölf Minuten in Hohe Düne bis zu zehn Kräften nach acht Minuten in Stadtmitte.

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