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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. September 2017 | 00:00 Uhr

Rostock : Festival etabliert die Illustrationskunst

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vom 20. bis 24. September in Kunsthalle, Frieda oder auch Galerie Amberg 13

von
erstellt am 12.Sep.2017 | 12:00 Uhr

Nach dem großen Erfolg der ersten Auflage verschafft sich die Illustrade dieses Jahr vom 20. bis 24. September noch mehr Gewicht. Hauptausstellungsort für das Festival der Illustrationskunst wird die Rostocker Kunsthalle. „Damit hat die Illustrade einen Ort, mit dem sie die Bedeutung bekommt, die wir ihr beimessen wollen“, sagt Alexander Hopf vom Werk 3, einer der sieben Organisatoren.

Das Team konnte Kunsthallenchef Jörg-Uwe Neumann mit dem Festival 2015 überzeugen, ihnen sein Haus zu öffnen. „Ich finde es fantastisch, weil es ehrenamtlich ist und hochprofessionell“, sagt Neumann. Im Erdgeschoss werden in gut einer Woche 13 jurierte regionale Künstler ausgestellt – von Werbe-, Kinderbuchillustrationen bis zur Computergrafik. „Es ging uns darum, einen breiten Überblick über die gute Szene in MV zu geben“, sagt Künstler Rando Geschewski, der mit Kulturmanager Mathias Beier, Grafikdesignerin Silke Herr und den Illustratoren Philipp Anderson und Anne Wende die Jury bildet. Eine der ausgewählten Künstlerinnen, Karen Obenauf, will eine ganze Wand mit mehreren Digitalprints in Szene setzen. „Sie hat verstanden, was für eine Chance die Kunsthalle ist“, sagt Geschewski und sie wolle sie nutzen. „Ich habe schon öfter mit Rando gearbeitet, ich weiß, dass er Räume beherrscht“, sagt Neumann. Dem Kunsthallen-Team sei wichtig, dass die Qualität stimmt. Und davon sei er überzeugt, auch wenn bei so einem Festival mehr improvisiert werden muss als bei einer lang angelegten Ausstellung. „Ich freue mich auch auf die andere Atmosphäre.“. Vorteil für die Kunsthalle: Durch die Illustrade kommt das Publikum ins Haus, mit dem es alle Museen schwer haben – die 18- bis 25-Jährigen. Bei denen konnten die Rostocker Kreativen mit dem Faible für diese vielfältige junge Kunst punkten. Illustration lasse den Ruf, bloßes bildhaftes Beiwerk zu sein, hinter sich. Neumann hofft, dass das junge Publikum gleichsam die Gelegenheit nutzt, sich im Obergeschoss die Arbeiten des Leipziger Meisters Wolfgang Mattheuer (1927 bis 2004) anzusehen, der vom Grafiker zum provokanten Maler avancierte.

Im White Cube der Kunsthalle werden in der nächsten Woche außerdem 120 Gig-Poster von 70 internationalen Künstlern gezeigt. Künstler Jochen Mönig alias Fritte begleitet die Schau der Konzert-Plakate. Im Plastik-Saal werden die Arbeiten des japanischen Künstlers Deka hängen. Alle Künstler werden sich im Katalog wiederfinden, den die Druckerei Weidner ermöglicht. Der Verkauf soll einen Teil der Kosten decken. Neben der Kunsthalle werden Ausstellungen, Workshops, Musik und Film an weiteren Orten wie der Frieda 23, dem Liwu, der Galerie Amberg 13 oder auch dem Rostocker Hof geboten. „In MV und Norddeutschland sind wir jetzt schon das Festival für Illustrationskunst und wollen noch weiter wachsen“, sagt Geschewski – und eine Art Messe für Illustration werden.

www.illustrade-festival.com/



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