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Polizeieinsatz in Rostock : Fernsehprogramm zu schlecht: TV vom Hochhaus geworfen

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Weil das Fernsehprogramm zu schlecht war: Mann wirft TV-Gerät aus 8. Stock von Lütten Kleiner Hochhaus

svz.de von
erstellt am 10.Apr.2016 | 15:16 Uhr

Der wohl ungewöhnlichste und kurioseste Einsatz des Jahres ereignete sich am Sonnabendabend im Rostocker Stadtteil Lütten Klein. Ein Mann warf, weil er mit dem Fernsehprogramm nicht zufrieden war, kurzerhand sein TV-Gerät aus seiner Wohnung im 8. Stock eines Hochhauses in der Warnowallee. Es folgten das Soundsystem und die Fernbedienung. Verletzt wurde niemand.

Zu dem Vorfall kam es gegen 19.45 Uhr. Mehrere Augenzeugen beobachteten, wie plötzlich das große TV-Gerät, ein Flachbild-Fernseher, auf dem Boden zerschellte. Sekunden später flogen die Musikboxen hinterher. Glücklicherweise befanden sich zu dem Zeitpunkt keine Menschen auf dem Fußweg.

Die alarmierte Polizei traf sich vor Ort zunächst mit einem ebenfalls verständigten Verantwortlichen der WIRO. Die Augenzeugen schätzten den Fernseher-Wurf aus einer Höhe zwischen dem 7. und 13. Stock ein. So nahmen sich die beiden Polizeibeamten alle Wohnungen ab dem 7. Stock vor, klingelten und befragten die Bewohner. Sie fanden tatsächlich den Verursacher. Ein Mann, Anfang 50, gab unumwunden zu, den Fernseher aus seiner Wohnung im 8. Stock geschmissen zu haben. Die Begründung ließ auch die Polizei staunen: "Er war mit dem Fernsehprogramm einfach nicht zufrieden", sagte einer der Beamten. Der Mann fügte hinzu, dass im RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) gerade ein Pornofilm gelaufen und sein Name gefallen sei. Dies hätte ihn so in Rage gebracht, dass er den Fernseher im Wert von 550 Euro "entsorgte".

Der Mann musste im Beisein der Polizei das zerstörte Gerät aufheben und die Reste in den Müll bringen. Wie der Vorfall sich strafrechtlich auf ihn auswirken wird, ist noch unklar. Die Beamten prüfen noch, ob der Fall eine gefährliche Körperverletzung oder "nur" eine Ordnungswidrigkeit darstellt.
 

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