zur Navigation springen
Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 17:17 Uhr

Haustiere : Feiern ohne tierischen Stress

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Landesärztekammer gibt Tipps, wie Hund, Katze und Wellensittich das Weihnachtsfest gesund überstehen

Hunde, Katzen oder Vögel sind an den Feiertagen zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Damit der Heilige Abend nicht in der Notaufnahme endet, raten Tierärzte der Landeskammer MV dazu, einige Verhaltensregeln zu beachten.

Essensreste sind für Haustiere tabu. Das Fleisch vom Weihnachtsbraten ist häufig viel zu fett und zu stark gewürzt. Besonders gefährlich sind spitze und leicht splitternde Geflügelknochen oder Fischgräten, die Hunde- und Katzenmägen schwer verletzen können. Größere Knochenmengen können bei Hunden zu schlimmen Verstopfungen und Knochenkot führen. Auch Schokolade gehört nicht in den Tiermagen. Der darin enthaltene koffeinähnliche Stoff Theobromin ist für Hunde lebensgefährlich. Vogelhalter hingegen sollten vom Raclette-Essen absehen, denn die beim Erhitzen der Teflonpfännchen freigesetzten Dämpfe sind hochgiftig für die Tiere.

Auch Weihnachtsbaum-Dekoration kann Verletzungen verursachen. Katzen spielen nur allzu gern mit Weihnachtskugeln, die zu scharfkantigen Scherben zerbrechen und die Samtpfoten gefährden können. Hunde stibitzen mit Vorliebe Christbaumschmuck aus Schokolade und verschlingen ihn mitsamt Stanniolpapier und Drahtaufhänger. Darum sollten die Besitzer ihre Hunde und Katzen nie mit dem Weihnachtsbaum allein lassen. Das gilt insbesondere, wenn der Baum mit echten Kerzen geschmückt wird. Beim heftigen Spiel ist die Brandgefahr immens. Auch Lametta und Engelshaar sollten nicht in die Nähe der haarigen Familienmitglieder gelangen, denn von der Katze verschluckt, ist die Folge oft ein Darmverschluss.

Außerdem warnen Tierärzte vor Zimmerpflanzen, die die Haustiere anknabbern könnten. Der Weihnachtsstern produziert den Giftstoff Euphorbin. Bei Hautkontakt kann es zu Reizungen kommen, beim Verschlucken sogar zu Vergiftungen mit Krämpfen, Durchfall, Lähmungen und Herzrhythmusstörungen. Auch die Stechpalme, Christrose und der Mistelzweig enthalten in fast allen Pflanzenteilen Giftstoffe. So sollten diese außer Reichweite der Vierbeiner stehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen