3. Fußball-Liga : FC Hansa verspielt eine 2:0-Führung

Da war die Welt noch in Ordnung: Tim Väyrynen hat gerade das 1:0 für den FC Hansa erzielt, Teamkollege Pascal Breier (rechts) jubelt mit. Am Ende verspielte der FC Hansa eine 2:0-Führung und unterlag Spitzenreiter Paderborn noch mit 2:3.  Fotos: Georg Scharnweber
Da war die Welt noch in Ordnung: Tim Väyrynen hat gerade das 1:0 für den FC Hansa erzielt, Teamkollege Pascal Breier (rechts) jubelt mit. Am Ende verspielte der FC Hansa eine 2:0-Führung und unterlag Spitzenreiter Paderborn noch mit 2:3. Fotos: Georg Scharnweber

Rostocker unterliegen gegen Paderborn noch mit 2:3

svz.de von
11. März 2018, 21:30 Uhr

Der Fußball-Drittligist FC Hansa Rostock hat möglicherweise in der vergangenen englischen Woche alle Chancen auf ein Mitmischen im Aufstiegskampf verspielt. Nach dem 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Magdeburg waren die Ostseestädter drauf und dran, die Spitze unter Druck zu setzen. Doch nach dem Remis bei Werder Bremen II (1:1) sowie den Pleiten in Zwickau (0:1) und zu Hause gegen Spitzenreiter SC Paderborn (2:3) beträgt der Abstand zum Führungsduo Paderborn und Magdeburg bereits wieder zehn Punkte und auch der Dritte Karlsruhe ist bereits sieben Zähler enteilt.

Das 2:3 gegen Paderborn nach einer 2:0-Führung vor 13 400 Zuschauern im Ostseestadion setzte der verkorksten englischen Woche mit Buspanne auf dem Weg nach Zwickau am Ende die Krone auf. „Mir fehlen einfach die Worte. Wir wären eigentlich schon bei einem Unentschieden verärgert gewesen. Doch wenn wir die Ecke besser verteidigen, hätten wir wenigstens einen Punkt mitgenommen...“, sagte Hansas Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic, der beim 2:3 noch versuchte, den Ball auf der Linie per Kopf zu klären, jedoch nicht mehr an den Ball kam.

Hansa-Coach Pavel Dotchev hatte sich taktisch einiges einfallen lassen, um den Tabellenersten zu überraschen und agierte in einem 4-3-3-System mit Pascal Breier, Tim Väyrynen und Soufian Benyamina im Angriff. Wenngleich die Gäste optisch überlegen wirkten und den FCH bereits in der eigenen Hälfte unter Druck setzten, so ging das Rezept von Dotchev doch zunächst auf.

Bryan Henning gewann den Ball im Mittelfeld, Breier brachte die Kugel nach Außen zu Benyamina und dessen Querpass drückte Väyrynen zum 1:0 über die Linie. Paderborn war das erste Mal düpiert (10.). Und nur sieben Minuten später folgte der zweite Streich. Diesmal behauptete sich Benyamina, Väyrynen schickte anschließend Holthaus und dessen Eingabe verwertete Breier zum 2:0 (17.). Hansa schien auf dem Weg zum achten Heimsieg. Doch Paderborn blieb seiner Spielweise treu und setzte Hansa weiter unter Druck. „Wir haben aber insgesamt gut verteidigt und eigentlich keine hundertprozentigen Torchancen zugelassen“, so Rankovic.

Dennoch kamen die Gäste nach dem Wechsel durch Ritter zum Ausgleich. Hansa-Keeper Janis Blaswich kam an den Flachschuss zwar noch heran, konnte ihn aber nicht mehr parieren (52.). „Wir wollten unbedingt einen frühen Anschluss vermeiden“, so Rankovic. Hansa hätte in dieser Phase alles klarmachen können, doch Breier scheiterte am Gästekeeper (57.). Eine gute Flanke von Rankovic wurde geklärt (67.).

Kurz vor dem Ende nahm das Unheil seinen Lauf. Zunächst erzielte Michel das 2:2, und in der 90. Minute traf Strohdiek Hansa per Kopf ins Mark – 2:3. Nur ein Punkt aus den vergangenen drei Spielen ist zu wenig, um oben dranzubleiben. „Wir haben damit nicht gerechnet, hätten auf jeden Fall mehr herausholen können. Zwei Siege waren möglich. Aber das ist halt Fußball. Jetzt müssen wir uns schütteln, Stabilität reinbekommen und dann mal wieder ein Spiel gewinnen“, so Vladimir Rankovic.

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