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Vier mutmaßliche Gewalttäter bisher identifiziert : FC Hansa bringt Krawallmacher vor Gericht

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Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock hat nach dem Skandalspiel gegen den FC St. Pauli vom Sonnabend juristische Schritte angekündigt. Gegen vier mutmaßliche Gewalttäter will der Verein auf diese Weise vorgehen.

svz.de von
erstellt am 22.Nov.2011 | 08:57 Uhr

Rostock | Nach den Ausschreitungen beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli hat Fußball-Zweitligist Hansa Rostock juristische Schritte gegen vier mutmaßliche Gewalttäter angekündigt. "Wir werden gegen diese Leute Strafanzeige stellen und mit allen juristischen Mitteln vorgehen, die uns zur Verfügung stehen", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann. Bisher wurden vier Personen identifiziert, die zudem Stadionverbot erhalten sollen.

Hansa ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) aufgefordert worden, bis zum heute Mittag eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen abzugeben. "Ich gehe davon aus, dass frühestens Ende dieser, aber eher Anfang nächster Woche ein Urteil feststeht", sagte Hofmann. Über das zu erwartende Strafmaß wollte Hansas Boss nicht spekulieren. Als Wiederholungstäter droht dem Club eine harte Strafe wie eine Platzsperre oder ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Vorwürfe, der Fanbeauftragte des Vereins würde sich nicht kooperativ gegenüber der Polizei verhalten, wies Hofmann unterdessen energisch zurück. "Er macht seinen Job. Mit ihm haben wir in den vergangenen zwei Jahren einiges erreicht", sagte Hofmann. "Wir haben bewusst einen Mann ausgewählt, der aus der Fanszene kommt und höchst loyal zum Verein steht. Er soll unsere Botschaften transportieren, ist aber nicht für die Sicherheit zuständig."

Und die Sicherheitsprobleme reißen nicht ab. Die Polizei bestätigte, dass es Personen aus dem Umfeld der Hansa-Fanszene waren, die in der Nacht zum Sonnabend das Polizeihauptrevier in Rostock angegriffen hatten.

Wenigstens die Arbeit der erstmals eingesetzten Spürhunde zeigte einigen Erfolg. Hansa-Chef Hofmann erklärte, dass vor der DKB-Arena in den Boden vergrabene Pyrotechnik aus dem Fanlager des FC St. Pauli gefunden wurde. Der 42-Jährige räumte zudem ein, dass Fangzäune vor den Traversen das Werfen von Gegenständen und Bananen hätten verhindern können: "Danach ist man immer schlauer. Daraus müssen wir lernen."

Eine "Task Force" mit Vertretern aus Mecklenburg-Vorpommerns Innenministerium, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und von Hansa soll in der nächsten Woche erstmals tagen und dabei Lösungsmöglichkeiten für die ständigen Probleme finden.

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