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Neuer Träger in Rostock : Fantasia wechselt den Betreiber

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Gemeinnützige AG als Jugendhilfeträger anerkannt . BAF bleibt weiterhin stimmberechtigt

von
erstellt am 06.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Der Jugendhilfeausschuss hat die Fantasia AG als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Die eigentliche gemeinnützige AG löst den Verein BAF als Betreiber des Zirkus Fantasia ab. „Wir haben uns entschieden, die Arbeit zu übernehmen, nachdem der Verein in finanzielle Schieflage kam“, sagt Mareike Svensson von der Werkstattschule. Zwischen der, dem Verein und dem Pädagogischen Kolleg bestanden schon länger enge Verbindungen. Bereits Ende 2013 haben sie die BAF gAG gegründet – eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. 2015 wurde diese in Fantasia AG umbenannt. Die Gemeinnützigkeit blieb – wird nur nicht als Namenszusatz geführt, erklärt Rainer Pahl, Geschäftsführer des Pädagogischen Kollegs.

Der Verein BAF ist Mitaktionär. „BAF ist bei uns stimmberechtigt“, sagt Svensson. Die finanzielle Vorgeschichte bleibe so aber außen vor. Projekte für die Flüchtlingshilfe gaben für die Fantasia AG den Anstoß, als Träger der Jugendhilfe anerkannt werden zu wollen – brachten „Dringlichkeit“, so Svensson. „Wir wollen auch in andere Projekte miteingebunden sein“, sagt sie.

BAF gründete sich 1991, um geistig und körperlich Behinderten eine alternative Freizeitgestaltung, individuelle Integration und kulturelle Bildung zu ermöglichen. Das führt die Fantasia AG fort. Ziele entsprechend der Satzung sind Förderung der Hilfe für Behinderte, der Völkerverständigung, der Jugendhilfe, der Kunst und Kultur, der Erziehung, Volks- und Berufsbildung und des bürgerschaftlichen Engagements zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke. „Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Beeinträchtigungen haben oder auch soziale Benachteiligungen“, sagt Svensson. Das passiere „nicht nur im Zirkuszelt, sondern das ganze Jahr über“.

Das Amt für Jugend und Soziales sieht in geplanten niedrigschwelligen Angeboten wie Theater und Bandprojekten, Exkursionen, Mit-Mach-Zirkus, internationalem Austausch oder auch Weiterbildungsangeboten gelebte Inklusion. Fantasia leiste einen „wesentlichen Beitrag im Leistungsbereich der Jugendarbeit“. Bei der Anerkennung als freier Träger der Jugendhilfe wurde die nachzuweisende bisherige Arbeitszeit ausgehebelt: „Es ist ein Rechtsform- und ein Namenswechsel“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke), „wir akzeptierten die Vergangenheit“ – und damit, das Fantasia die Arbeit von BAF fortführt. „Ich befürworte das, weil ich weiß, dass dadurch in der Stadt viel Gutes passiert“, sagt Ausschussmitglied Katrin Schankin.

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