Spielkonsole löst Wohnungsbrand in Malchow aus : Familie im Pech: zum zweiten Mal abgebrannt

Wie viel Pech kann man haben? Eine Mutter mit ihren Kindern musste wegen eines Brandes schon wieder ihre Malchower Wohnung verlassen. Das gleiche Schicksal erlitten die Betroffenen vor 20 Monaten in Waren schon einmal.

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16. Juni 2012, 02:40 Uhr

Malchow | Wie viel Pech kann man haben? Eine Mutter mit ihren Kindern musste wegen eines Brandes schon wieder ihre Malchower Wohnung verlassen. Das gleiche Schicksal erlitten die Betroffenen vor 20 Monaten in Waren schon einmal.

Die Zimmer sind verrußt, unter den Dielen steht das Wasser. Die siebenköpfige Familie, die am Donnerstagabend Opfer eines Wohnungsbrandes in der Malchower Kirchenstraße wurde, kennt das alles schon. Die Angst, den Schock und die Trauer um den Verlust von Möbeln, Spielsachen und Kleidung. Denn schon im Oktober 2010 brach ein verheerendes Unglück über die Mutter und ihre Kinder herein, als ihre Wohnung in der Gievitzer Straße in Waren Opfer von Flammen wurde. Damals war ein kaputter Fernseher schuld an dem Feuer. Diesmal, so jedenfalls die Polizei, sei wieder ein technischer Defekt Auslöser des Brandes gewesen. Eine Spielkonsole, auf die zuvor ein TV-Gerät gefallen ist, wurde als Initiator des Unglücks ausgemacht.

"Noch können wir überhaupt keine Angaben zur Schadenshöhe machen", sagte der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Malchow, Peter Schmidt, dessen Unternehmen das stadteigene Quartier bewirtschaftet. Ebenfalls noch ungewiss, wann die Wohnung wieder bewohnbar sei, heißt es. Die Familie, die vorübergehend in der Malchower Obdachlosenunterkunft kampiert, kann dort allerdings nur noch bis Montag bleiben, so der Geschäftsführer. Intensiv suche man gemeinsam mit der Stadtverwaltung nach einem Quartier für die Familie.

Nach Malchow ist die Familie im Herbst 2010 gekommen, weil man sich im benachbarten Waren außerstande sah, nach dem Wohnungsbrand eine geeignete große Wohnung für die Betroffenen zu finden. Dies sorgte seinerzeit nicht nur in der Inselstadt für einiges Unverständnis. Dabei hat das Unglück, das über die "Pech-Familie" in Waren hereingebrochen war, für eine große Welle der Solidarität in der Region gesorgt. Viele Familien und Unternehmen spendeten im Herbst 2010 Möbel, Kindersachen und Küchenutensilien, die in der Jugendhilfestation des Diakonievereins in Waren gesammelt und geordnet wurden. Familienhelfer des Diakonievereins betreuten die Familie bereits seit 2009, weil die alleinstehende Mutter ohne Unterstützung mit der Erziehung der Kinderschar überfordert war.

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