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Norddeutsche Neueste Nachrichten

19. November 2017 | 15:28 Uhr

Rostock/Berlin : Falscher Bord-Arzt angeklagt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staatsanwaltschaft in Berlin hat den mutmaßlichen Betrüger angeklagt. Ihm werden allein 63 Fälle von Körperverletzung vorgeworfen

Auf einem Kreuzfahrtschiff einer Rostocker Reederei behandelte der Mann Passagiere und Crewmitglieder, doch er war gar kein Arzt. Nun hat die Staatsanwaltschaft in Berlin den mutmaßlichen Betrüger angeklagt. Dem 40-Jährigen werden allein 63 Fälle von Körperverletzung vorgeworfen, wie Gerichtssprecherin Lisa Jani gestern mitteilte. Insgesamt seien 81 Taten angeklagt – so auch Betrug, Urkundenfälschung und das unbefugte Führen eines akademischen Grades. Der gelernte Krankenpfleger soll sich mindestens fünf Jahre lang mit gefälschten Dokumenten als Arzt ausgegeben haben. Wie Sprecherin Jani weiter sagte, soll der in Stendal (Sachsen-Anhalt) ausgebildete Pfleger in Berlin auch als Anästhesist bei ambulanten Operationen tätig gewesen sein.

Als falscher Schiffsarzt soll der Mann von Juni 2014 bis November 2015 unterwegs gewesen sein und ein Monatsgehalt von 7500 Euro von einer Rostocker Reederei bezogen haben.

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