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Fahrradkantor gibt Orgelkonzert im Doberaner Münster

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erstellt am 31.Jul.2013 | 12:04 Uhr

Bad Doberan | Dass das Doberaner Münster in jedem Falle einen Besuch wert ist, liegt nicht nur am imposanten Bau selbst oder dem wunderschönen Klostergarten. Wenn Fahrradkantor Martin Schulze mal wieder zu Gast ist und eines seiner Orgelkonzerte gibt, lohnt es sich umso mehr, das seit dem 13. Jahrhundert existierende Münster zu besuchen.

Der Organist und Orgelsachverständige Schulze wird am Freitag, 9. August, Kompositionen norddeutscher Tonschöpfer der Barockzeit zum Besten geben. So erklingen unter anderem das äußerst fantasiereiche Präludium in G-Dur des nur 32 Jahre alt gewordenen Husumer Komponisten Nicolaus Bruhns aus dem 17. Jahrhundert, eine anonyme Fantasie über den Choral "Nun freut Euch, lieben Christen g’mein" und die norddeutsch geprägte Fantasie und Fuge in g-Moll von Johann Sebastian Bach.

Schulze ist seit mehr als zwei Jahren als freiberuflicher Organist und Orgelwissenschaftler unterwegs. Vorher arbeitete er als Kantor zunächst in Mecklenburg, später an der Nordsee. Seit 15 Jahren gastiert der Musiker regelmäßig im Münster in Doberan.

Aufnahme in das Weltkulturerbe möglich

Seit 1980 steht im Münster die Schuke-Orgel. Sie ist über der Bülow-Kapelle, die von den Vorfahren von Vicco von Bülow - Loriot - genutzt wurde, eingesetzt worden. Die Orgelempore war stets ein wichtiger Ort innerhalb des Doberaner Münsters. So fanden schon im Mittelalter die Fürstenfamilien ihren Platz auf der Empore. Die erste Orgel im Münster ist sehr wahrscheinlich schon nach der Klosterauflösung im Jahr 1552 hineingekommen, nachdem also durch die Reformation die Klosterkirche eine Pfarrkirche geworden war.

Das Doberaner Münster ist eine Perle der Backsteingotik und hat eine der reichsten mittelalterlichen Ausstattungen aller Zisterzienserkirchen. In keiner anderen Klosterkirche dieser Art in ganz Europa blieb eine reichere hochgotische Ausstattung erhalten. Aufgrund dieser hohen Bedeutung wurde sogar eine Bewerbung um die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der Unesco gestellt.

Auch der großartige Klostergarten hinter dem Münster lädt Besucher ein, hindurchzuwandeln und bei einem Spaziergang die Ruhe der Anlage zu genießen oder sich einfach nur auf einer der vielen kleinen Parkbänke auszuruhen. Wer es ganz genau wissen und spannende und interessante Informationen bekommen will, sollte zudem eine der regelmäßig stattfindenden Führungen mitmachen.

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