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Norddeutsche Neueste Nachrichten

22. November 2017 | 14:05 Uhr

Straßenbahn : Fahrplan erhitzt Südstadt-Gemüter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Einwohner kritisieren geändertes Netz. Linien 2 und 6 sind betroffen.

Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) streicht den Südstädtern die Linie 2 und das erzürnt die Bewohner. „Das Feedback ist gemischt. Viele sind unglücklich, dass die Linie nicht mehr zum Südblick fährt, andere froh, dass zusätzlich zur 6 jetzt auch die 4 Richtung Mensa verkehrt“, sagt RSAG-Verkehrsplaner Andrej Kirschbaum am Infostand im Südstadt-Center. Die Änderung sei erfolgt, weil die Universität den Standort um die Mensa immer weiter ausbaue und zahlreiche Arbeitsplätze in der neuen Physik entstanden seien.

Die Fahrplanumstellung beschäftigt in der Südstadt vor allem die älteren Bürger. „Die meisten Leute haben feste Strecken, die sie seit Jahren fahren“, sagt Kirschbaum. Nach Reutershagen und ins Hansaviertel zum Beispiel: „Die Verbindung zur Schwimmhalle hat sich leider nicht verbessert, aber auch nicht gravierend verschlechert“, sagt Waltraud Bartsch. Die Rentnerin aus der Majakowskistraße muss künftig auf die Linie 2 verzichten, kann dafür aber innerhalb von 18 Minuten mit der Linie 5 ihr Ziel erreichen. Die fährt jetzt alle zehn Minuten statt nur jede Viertelstunde durch die Südstadt.

„Die Linien müssen effizient verkehren“, sagt Kirschbaum. So sei Linie 2 meist eher leer, die 5 dafür immer sehr voll gewesen. In den vergangenen Wochen haben die RSAG-Mitarbeiter in Ortsbeiratssitzungen und einem Bürgerforum über die Veränderungen informiert. Heute geben sie von 10 bis 17 Uhr Auskunft in der Reuterpassage und morgen zur gleichen Zeit im Warnow-Park in Lütten Klein. Die Kritiken der Hansestädter werden aufgenommen, aber nicht umgehend berücksichtigt. Der neue Liniennetzplan tritt am 4. Januar inkraft. „Wenn sich herausstellen sollte, dass Fahrten nicht laufen, wird das Konzept natürlich überdacht“, so Kirschbaum. Eine Preiserhöhung werde es zum neuen Jahr definitiv nicht geben.

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