Markt : Fällt Halloween dieses Jahr in Rostock aus?

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Der Ortsbeirat spricht sich gegen Buden und Stände aus. Der Veranstalter setzt darauf, den Besuchern Tradition näherzubringen

svz.de von
27. September 2015, 08:00 Uhr

Kürbisgesichter, Schauergeschichten, Verkleidungen und Süßigkeitensammeln – einige Facetten von Halloween haben sich in den vergangenen Jahren auch in Rostock etabliert. Dazu gehört auch der vorfestliche Halloweenmarkt, den die Agentur Goliath vom 22. bis 24. Oktober am Uniplatz veranstalten will.

Wenig begeistert zeigt sich der Ortsbeirat Stadtmitte. Vier Gegenstimmen und sechs Enthaltungen sind sein Votum dazu. „Wir sind zwar dafür, dass etwas für Kinder organisiert wird. Wir vermuten aber, dass wie bisher der Schwerpunkt bei unspezifischen Verkaufsständen liegt, die zu allen möglichen Gelegenheiten dort ihre Zelte aufschlagen“, so Leiter Werner Simowitsch (Linke). Die Anwohner seien ohnehin gestört von häufigen Veranstaltungen. Die Hauptkritik: „Das Veranstaltungskonzept ist für uns nicht nachvollziehbar.“ Die ausführliche Stellungnahme hat das Ortsamt Mitte am Mittwoch zum Stadtamt geschickt. „Der Beirat hat nur eine beratende Stellung“, sagt Ortsamtsleiterin Stephanie Bornstein. Meist werde dessen Empfehlung gefolgt, aber in diesem Fall handele es sich um eine Veranstaltung, die schon mehrfach stattgefunden habe – ohne Kritik im Nachhinein. „Da kann die Lage anders sein“, sagt Bornstein.

Das, und damit auf eine Genehmigung, hofft auch Frank Holle, Geschäftsführer von Goliath. Natürlich werden Händler beim Markt sein, aber dazu gibt es Programm. „Es geht darum, die neu gewonnene Tradition Halloween nahezubringen“, sagt Holle. Der Markt selber habe schon Tradition. In diesem Jahr treten neben Musikern auch Hexenmeister vors Publikum, werden Halloweenspiele geboten und Geschichten zum Brauch erzählt, so Holle.

Damit könnte die Forderung des Beirates nach einem nachgeschärften Veranstaltungskonzept schon fast erfüllt sein. Doch der wünscht sich auch, dass die Veranstaltung, wenn dann, am Neuen Markt und nur für zwei Tage stattfindet. „Der Neue Markt wäre keine Alternative“, sagt Holle. Er sei einfach nicht stark genug frequentiert und zwei Tage seien mit Blick auf die Händler zu wenig – der Aufbau müsste sich lohnen, so Holle. Ob der Halloweenmarkt stattfindet und wenn ja, wo und wie lange, entscheidet am Ende das Stadtamt.


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