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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. August 2017 | 18:11 Uhr

Stadtplanung : Experten für ein schöneres Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kunstbeirat spricht Empfehlung zum Wettbewerb im Petriviertel aus

Wo soll die Plastik stehen? Wie kann der künstlerische Wettbewerb optimal gestaltet werden? Womit lassen sich Stadtteile noch verschönern? In solchen Fragen holt sich die Hansestadt Rostock die Empfehlung ihres Expertengremiums. Gestern traf sich der Kunstbeirat zu seiner zweiten Sitzung – und arbeitete dabei eine lange Liste ab. Die Jastram-Plastik „Schreiender Hengst“ war noch einmal Thema, außerdem die Einweihung des Gedenkortes für Mehmet Turgut.

Der umfangreichste Punkt auf der Tagesordnung behandelte den anstehenden Wettbewerb „Kunst im Petriviertel“. Sarah Linke vom Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen stimmte mit den Mitgliedern des Kunstbeirates noch einmal angedachte Änderungen im Verfahren ab und stellte zwölf Künstler vor, die die Hansestadt direkt zur Teilnahme am Wettbewerb auffordern möchte. Dies sei eine übliche Methode, auch arrivierte Künstler auf den offenen, deutschlandweiten Wettbewerb aufmerksam zu machen. Vorgeschlagen wurden Victor Kégli, Matthäus Thoma, Reinhard Buch, Rolf Wicker, Hubertus von der Goltz, Olaf Wegewitz, Veronike Hinsberg, Gunda Förster, Simone Decker, Christiane Möbus, das Künstlerpaar Heike Mutter und Ulrich Genth sowie die Künstlergruppe Famed. „Alle zwölf Positionen sind sehr stark. Die Bandbreite ist bemerkenswert“, lobte Kunstbeiratsmitglied Holger Stark im Anschluss die Auswahl. „Ich bin begeistert von der Vielseitigkeit“, stimmt Britta Naumann zu. Der Beirat empfiehlt daher, alle zwölf Vorschläge zu beachten. Die aufgeforderten Künstler können nun entscheiden, ob sie am Wettbewerb teilnehmen. Sie treten dann gleichberechtigt mit jenen an, die sich darüber hinaus auf die Ausschreibung, die im Frühjahr stattfinden soll, bewerben. Ursprünglich war vorgesehen, vier Kunstwerke im Petriviertel zu schaffen. Die Stadtverwaltung hat sich nun aber dafür entschieden, die zur Verfügung stehende Summe auf nur drei Projekte zu verteilen. So stehen jeweils 60 000 Euro für die Umsetzung zur Verfügung.

Ein geteiltes Echo gab es für die Entscheidung der Stadtverwaltung, den Auftrag über die Gestaltung eines kleineren Projektes Am Wendländer Schilde an eine Seminargruppe der Kunsthochschule Kiel zu vergeben. Zwar lobte Dr. Katrin Arrieta den Ansatz, jungen Künstlern während des Studiums eine derartige Chance zu eröffnen. Hannes Hamann mahnte jedoch, es solle nicht zur Gewohnheit werden, Wettbewerbe zu umgehen und so professionelle Künstler auszuschließen.

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erstellt am 10.Jan.2014 | 14:00 Uhr

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