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Beziehungsstreit in Rostock : Ex-Freundin mit Samuraischwert verletzt

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erstellt am 20.Jan.2015 | 20:31 Uhr

Ein Beziehungsstreit ist Dienstag Abend im Rostocker Einkaufszentrum "Warnow-Park" derart eskaliert, dass er einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst hat. Ein 40-jähriger Vietnamese suchte seine Ex-Freundin in ihrer Arbeitsstelle, einem Nagelstudio im Lütten Kleiner Warnow-Park, auf und attackierte sie mit einem Samuraischwert. Der Angreifer war erheblich alkoholisert und flüchtete nach der Attacke.

Die Polizei löste eine Großsuche nach dem Täter aus, umstellte den Warnow-Park mit mehreren Fahrzeugen. Kurze Zeit später konnte der 40-Jährige im Parkhaus des Einkaufscenters festgenommen werden. Wie der Einsatzleiter der Polizei mitteilte, sei es gegen 17.30 Uhr zu dem Angriff gekommen. Nach bisherigen Ermittlungen kam der 40-jährige Vietnamese zielgerichtet in den Warnow-Park und suchte die Arbeitsstätte seiner Ex-Frau auf. Offenbar wollte er noch einmal in einem Gespräch versuchen, seine Ex zu einer Fortführung der einstigen Beziehung zu überreden. Mitten im Gespräch griff der Mann plötzlich an seinen Rücken.

"Der Täter hatte einen langen schwarzen Mantel an, aus diesem holte er ein Samuraischwert", erklärte der Einsatzleiter der Polizei. Zweimal schlug er nach Schilderungen der Beamten auf die Frau ein. Diese versuchte sich zu wehren. "Der Täter zog das Schwert nicht komplett durch, sondern stoppte es noch einmal ab", so die Polizei. Möglicherweise, um die Frau nur einzuschüchtern und nicht ernsthaft zu verletzen. Trotzdem wurde bei der Attacke mit der Klinge der Ärmel des Arbeitskittels durchtrennt. Schnitte in den Armen erlitt die geschädigte Frau nicht.

"Sie trug einige Prellungen davon und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert", sagte der Einsatzleiter weiter. Nach der Tat flüchtete der 40-Jährige aus dem Warnow-Park in zunächst unbekannte Richtung. Sofort kam ein Großaufgebot der Polizei zusammen. Streifenwagen umstellten den Park, suchten Aufgänge zur S-Bahn ab. Parallel fuhren einige Beamte zur Wohnung des Täters in der Evershäger Ehm-Welk-Straße. Doch auch hier war der 40-Jährige nicht anzutreffen.

Der entscheidende Hinweis kam kurz darauf von einer Freundin des Opfers. Diese hatte den Täter im Parkhaus entdeckt und sofort die Polizei verständigt. Widerstandslos ließ sich der Mann festnehmen. Er war erheblich alkoholisiert, pustete laut Polizei einen Vorwert von 1,46 Promille. Zeitgleich sicherte die Kriminalpolizei vor dem Geschäft wichtige Beweise und Spuren. Zudem fotografierten die Beamten den Tatort. Wie es hieß, werde gegen den Mann nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der Verhaftete stimmte freiwillig einer Wohnungsdurchsuchung durch. Die Ergebnisse zu den gefundenen Waffen lagen zunächst noch nicht vor. Wie der Beschuldigte angab, soll sich die Tatwaffe, das Samuraischwert, dort befinden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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