Zeitung in der Schule : Es wird wieder „gezischt“

Gemeinsames „Zischen“: Svetlana Stumpf,  Helmut Lehmann, Susanne Heinz, Grit Vandreier, Dr. Detlef Scheel und Angelika Döring (v. l.) bringen ihren Schülern die NNN näher.
Gemeinsames „Zischen“: Svetlana Stumpf, Helmut Lehmann, Susanne Heinz, Grit Vandreier, Dr. Detlef Scheel und Angelika Döring (v. l.) bringen ihren Schülern die NNN näher.

Bildungsprojekt geht in die nächste Runde: Kinder und Jugendliche lesen täglich NNN

von
20. März 2014, 06:00 Uhr

Zwischen Motoröl und dem Geruch neuer Fahrzeuge ist gestern im Autohaus Ferdinand Schultz Nachfolger (FSN) die neue Runde des Zisch-Projektes eingeleitet worden. In den nächsten drei Monaten bekommen alle Schüler, die an dem Bildungsprojekt teilnehmen, jeden Tag eine frisch gedruckte Ausgabe der Norddeutschen Neuesten Nachrichten. Denn „Zisch“ heißt „Zeitung in der Schule“ und hält genau das, was es verspricht: Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren bekommen vermitteln, warum Zeitunglesen so wichtig ist. In ihrer Schule analysieren sie das Blatt und halten nach interessanten Themen Ausschau.

Die Schüler sollen selber zu Zettel und Stift greifen, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen und Beiträge verfassen, die am Ende in ihren NNN abgedruckt werden. „Meine Schüler lieben das Projekt“, sagt Angelika Döring. Die Leiterin der Juri-Gagarin-Grundschule hat derzeit eine dritte Klasse. Seit zweieinhalb Jahren beteiligt sich ihre Schule am Zisch-Projekt. „Ich erkenne darin wirklich einen Zugewinn“, so Döring. Vor allem die täglich erscheinende Kinderseite und die immer donnerstags veröffentlichte Zisch-Seite bereite den Kindern viel Freude.

„Wir hatten auch schon eine Journalistin bei uns, die uns erklärt hat, wie Zeitung gemacht wird. Das war sehr hilfreich.“ Demnächst wollen die Schüler sogar ihre eigene Zeitung herausbringen. „Die Kinder haben Spaß am Zisch-Projekt. Sie nehmen die Zeitung immer mit nach Hause“, erzählt Döring.

Vor allem Themen, die die Kinder persönlich betreffen, würden gerne gelesen. Aber auch Ressorts wie Technik, Prominenz oder Sport wecken das Interesse. „Bei uns können die Schüler hinter die Kulissen blicken“, sagt FSN-Geschäftsführer Dr. Detlef Scheel. „Wir sind ein Unternehmen mit Historie und bei uns dreht sich alles um Autos. Wir können den Schülern die Technik näherbringen, freuen uns aber auch, wenn eine Klasse anhand unseres Unternehmens ein Geschichtsprojekt verwirklicht.“ Aber auch an die Konzeption einer Ausstellung denkt Scheel: „Vielleicht zum Thema Auto. Die Schüler können basteln, malen oder fotografieren. Wir können die Exponate in unseren Räumen ausstellen.“

Von dieser Idee ist auch Susanne Heinz begeistert. Sie leitet die Grundschule am Mühlenteich. „Unsere Schüler sind sehr engagiert. Sie haben Spaß an der Papierzeitung. Die knistert nämlich und hat ihren ganz eigenen Geruch. Wenn die Zeitung ausgelesen ist, wird sie im Kunstunterricht weiter verwendet. Das, was dort entsteht, lässt sich gut in einer Ausstellung zeigen.“ Weil die Kinder gerne lesen und schreiben, haben sie prompt eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, bestehend aus jungen Nachwuchsreportern.

„Wer sich eine Zeitung zur Hand nimmt, steigert nicht nur die eigene Lesekompetenz, sondern nimmt auch am gesellschaftlichen Leben teil. Die Zeitung berichtet über Themen, die die Gesellschaft betreffen“, findet Heinz. Deshalb sei sie froh, mit ihrer Schule beim Zisch-Projekt dabei zu sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen