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Tod in der Warnemünder Villa von Frank Pagelsdorf : Es war ein Kapitalverbrechen

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Der 70-Jährige, der am Freitag tot in seiner Wohnung aufgefunden worden ist, wurde Opfer eines Kapitalverbrechens. Das hat die Obduktion gestern bestätigt. Der Mann soll mehrere Messerstiche in den Rücken erlitten haben.

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erstellt am 10.Dez.2012 | 07:45 Uhr

Rostock | Nach dem Kapitalverbrechen an dem 70-jährigen Mann, der am Freitagabend in seiner Wohnung in Warnemünde gefunden wurde, sind Täter und Motiv weiter unklar. Die gestern vorgenommene Obduktion des Mannes habe keine nennenswerten Fortschritte in den Ermittlungen gebracht, so Maureen Wiechmann, Sprecherin der Rostocker Staatsanwaltschaft. Unbestätigten Angaben zufolge soll er mehrere Messerstiche in den Rücken erlitten haben.

Die Experten hätten nach der Untersuchung allerdings bestätigt, dass der Mann bereits längere Zeit in seiner Wohnung gelegen habe und gewaltsam zu Tode gekommen sei. Ob es sich um einen Mord oder Totschlag handele, sei aber noch ebenso unklar, wie der Zeitpunkt der Tat: "Unsere Rechtsmediziner können den Todeszeitpunkt nicht auf die Stunde genau bestimmen", so Wiechmann.

Gefunden worden war der Mann ihren Angaben zufolge von seinen Verwandten, die ihn besuchen wollten. Anwohner sollen zu diesem Zeitpunkt bereits einen beißenden Geruch wahrgenommen haben, der nach Tagen der Verwesung aus der Wohnung drang. Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft waren das ganze Wochenende über im Einsatz, um Beweismaterial zu sichern, den Tatort zu fotografieren und mögliche Zeugen zu befragen. Auch das Auto des Mannes stellten sie zur näheren Untersuchung sicher und ließen es abtransportieren. "Wir brauchen handfeste Beweise", sagt Wiechmann. Derzeit würden die am Tatort sichergestellten Spuren weiter ausgewertet.

Nach Angaben seiner Nachbarn soll der 70-Jährige allein in seiner Erdgeschosswohnung gelebt haben. Sein Vermieter ist Ex-Bundesligatrainer Frank Pagelsdorf, der seine Villa in der noblen Schillerstraße nach dem Ende seines Engagements beim FC Hansa Rostock nicht mehr selbst bewohnt. Das Acht-Parteien-Haus, in dem das Verbrechen geschah, liegt nur wenige hundert Meter vom Hotel Neptun entfernt.

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