"Es macht Riesenspaß, wenn die Halle so mitgeht"

Bundesrepublik Deutschland vs Serbien: Handball-Länderspiel in der Rostocker Stadthalle Foto: Georg Scharnweber
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Bundesrepublik Deutschland vs Serbien: Handball-Länderspiel in der Rostocker Stadthalle Foto: Georg Scharnweber

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23. September 2012, 08:28 Uhr

Rostock | Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat nach dem 31:33 tags zuvor in Schwerin gestern das zweite Testduell mit Vize-Europameister Serbien vor 3356 Zuschauern in der Rostocker Stadthalle unerwartet klar mit 32:23 (19:13) für sich entschieden.

Am Sonnabend konnten die Gastgeber eine 27:24-Führung (48.) nicht ins Ziel bringen - gestern sah das ganz anders aus.

Kapitän Oliver Roggisch, Weltmeister 2007, lobte die "hervorragende Stimmung. Es macht Riesenspaß, wenn es so gut wie ausverkauft ist. Wenn die Halle so mitgeht, ist es für uns auch viel einfacher. In Schwerin haben wir kein gutes Spiel gezeigt, aber heute konnten wir zeigen, was in uns steckt. Unser Einsatz war diesmal höher", so der 2,02-Meter-Hüne von den Rhein-Neckar Löwen.

Das begeisterte Publikum erlebte ein Team in Schwarz-Rot-Gold, das sich nach anfänglichem Rückstand vom 3:4 (10.) zum 6:4 (14.) mit einem leidenschaftlich-lustvollen Auftritt die Führung erkämpfte. Diese machte danach nur beim 7:7 (17.) eine kurze "Pause". Von 9:7 (18.) über 11:8 (20.) und 13:9 (24.) schraubte die Auswahl von Bundestrainer Heuberger den Vorsprung bis auf sechs Tore (16:10/27., 17:11/28., 19:13 zur Pause).

Besonders erfreulich daran war, dass der gebürtige Rostocker Martin Ziemer im deutschen Kasten seinen Beitrag dazu leistete. Der Mann im orangen Pullover vom TSV Hannover-Burgdorf entschärfte zum Beispiel auf prächtigste Weise einen Siebenmeter von Marjanovic (18.), blieb auch Sieger vom Kreis gegen Ilic (30.).

Nach dem Seitenwechsel lagen die Deutschen neunmal mit sieben Treffern vorn, wobei besonders Kai Häfner (HBW Balingen-Weilstetten) in seinem zweiten Länderspiel aufdrehte. Klein, noch einer der Weltmeister von 2007, erhöhte in der 56. Minute sogar auf 31:23. Sekunden vor Schluss stockte Christophersen noch mal auf zum Endstand.

"Wir waren müder als am Tag davor", fasste der serbische Trainer Veselin Vukovic, Olympiasieger 1984 und Weltmeister 1986 mit Jugoslawien, in aller Kürze das Wochenende zusammen.

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