Mela : Es kommt doch auf die Größe an

Zart trifft stark: Die zweijährige Charlotte Ulrich aus Augsburg wirkt neben den großen Treckerreifen besonders zierlich.
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Zart trifft stark: Die zweijährige Charlotte Ulrich aus Augsburg wirkt neben den großen Treckerreifen besonders zierlich.

Die 25. Ausgabe der Landwirtschaftsmesse in Mecklenburg-Vorpommern besticht mit Superlativen verschiedener Art

svz.de von
12. September 2015, 08:00 Uhr

Jedes Jahr wird Mühlengeez, ein Ortsteil von Gülzow-Prüzen, das Zuhause landwirtschaftlicher Superlative. So besticht auch die aktuelle Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau in Mecklenburg-Vorpommern (Mela) durch Größe.

„Die Mela ist immer weiter gewachsen“, sagt Till Backhaus (SPD), Minister für Landwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Waren es bei der ersten Veranstaltung noch knapp 200 Aussteller, präsentieren sich zum 25. Jubiläum der Fachmesse mehr als 1  000 Betriebe den zu erwartenden 70  000 Besuchern. Die wiederum können sich dann auf einer Fläche von etwa 170  000 Quadratmetern über das facettenreiche Thema „Landwirtschaft“ informieren.

Höher, schwerer, breiter – das scheinen die Maßstäbe der Aussteller zu sein. Bei einem Rundgang über das Gelände des Messe- und Ausstellungszentrums Mühlengeez (MAZ) kann es den Besuchern schon einmal passieren, in jemanden hineinzulaufen. Insbesondere auf der Fläche für Land- und Kommunaltechnik sind selbst hochgewachsene Menschen gezwungen, nach oben zu schauen, wollen sie die ganzen Ausmaße der dort ausgestellten Gerätschaften erfassen. Ob breite Mähdrescher oder hohe Schaufelbagger, ob mannshohe Reifen oder voluminöse Anhänger – die Aussteller bei der Mela denken in raumeinnehmenden Dimensionen. Wer keine großen Maschinen an den Mann zu bringen hat, versucht mit großflächiger Werbung aufzufallen. Die einzige Chance, diesen Superlativen Herr zu werden, findet sich in der Möglichkeit, die Mela einmal von oben zu betrachten. Besucher können in einem Heißluftballon, der von einem Kran hochgezogene wird, das Messegelände im Ganzen auf sich wirken lassen. Doch bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. So können sich Superlative auch auf eher unscheinbaren Ebenen finden. „Die Wirtschaftskraft der Biene ist nicht sofort sichtbar. Viele Menschen assoziieren mit dem Tier lediglich das Endprodukt Honig“, sagt Torsten Ellmann, Vorsitzender des Landesverbands der Imker in MV. Die Biene ist im Vergleich zu den Pferden, Kühen und Bullen auf der Mela ein kleines Tier, besticht jedoch mit ihrer großen Wirkung. „Die Bestäubungskraft ist ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft“, sagt Ellmann. So könne ohne die Bestäubungstätigkeit der Biene beispielsweise die Apfelernte um bis zu 30 Prozent geringer ausfallen, so Ellmann.

Superlative finden sich auf der Mela zuhauf. Die einen fallen dem Besucher sofort auf, bei den anderen ist ein genaueres Hinsehen empfehlenswert.

Höhepunkte auf der Mela am Wochenende


Sonnabend, Kleiner Vorführring:


12 bis 12.30 Uhr: Präsentation von Rassegeflügel; 15 bis 15.30 Uhr: Präsentation Erste Westernreiter Union 16 bis 17 Uhr: Senioren-Mela

Großer Vorführring


10 bis 12 Uhr: Jungzüchterwettbewerbe Pferde, Fleischrinder und Schafe; 14 bis 16 Uhr: Landestierschau; 16.15 bis 17.45 Uhr: Pferdeschauprogramm Halle 1; 15.30 bis 16.30 Uhr: Präsentation von Zucht- und Mastschweinen

Sonntag, Kleiner Vorführring


9.30 bis 10.30 Uhr: Präsentation der Klauenpflege und des Hufbeschlags; 10.30 bis 11.30 Uhr: Präsentation von Rindern; 11.45 bis 12.15 Uhr: Rassekaninchen; 13 bis 14 Uhr: Kinder-Mela; 14 bis 14.30 Uhr: Präsentation „Rund um die Imkerei“

Großer Vorführring


10 bis 11.30 Uhr: Schauveranstaltung von Pferden; 12 bis 13.30 Uhr: Vorführung historischer Landmaschinen; 13.45 bis 15.45 Uhr: Landestierschau;
16 bis 16.15 Uhr: Programm Mecklenburger Hundemeute; 10 bis 12 Uhr: Spinnwettbewerb Tierhalle 4 (Schweine)
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