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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2017 | 06:52 Uhr

Brandgefahr : „Es ist staubtrocken hier im Wald“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Brandgefahr steigt auf die zweithöchste Stufe. Achtsamkeit von Besuchern gefragt.

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Trockenes Gras und Nadeln, die schon bei dem kleinsten Funkenschlag ein großes Feuer entfachen würden – eine Gefahr, die gerade nach den sonnigen und warmen Stunden der vergangenen Tage die Warnstufe in den heimischen Wäldern in die Höhe treibt. „Es ist staubtrocken hier im Wald“, sagt Forstamtsleiter Jörg Harmuth. Er brachte gestern Morgen an der Schautafel des Rostocker Stadtforstamtes das Schild mit der 4 an – für höchste Waldbrandgefahr.

Es ist die zweithöchste Stufe, die eine „hohe Gefahr“ für Waldbesucher suggeriert und besondere Achtsamkeit erfordert. „Das Gefahrenpotenzial ist sehr hoch. Wenn es einmal brennt, dann richtig“, betont Harmuth. „Im Falle eines Brandes ist die Feuerwehr aber relativ schnell vor Ort“, so der Forstamtsleiter.

Ab Stufe 4 könne zudem der Wald für Besucher gesperrt werden. Doch daran denkt der Forstamtsleiter bisher nicht: „Der Wald ist ein stark frequentiertes Erholungsgebiet, deshalb sperren wir ihn nicht.“ Außerdem steht Pfingsten vor der Tür, und das lädt ein, einen Spaziergang in der Rostocker Heide zu unternehmen, ergänzt Harmuth.

Doch bei einem Besuch im Wald ist Vorsicht geboten: Es sollten keine brennenden Zigaretten weggeworfen, das Auto nicht auf trockenem Gras geparkt, und vor allem die Zufahrtswege für die Feuerwehr freigehalten werden. „Die meisten Brände entstehen durch Fahrlässigkeit, aber auch durch Brandstiftung“, berichtet der Forstamtsleiter.

Für jeden, der die Hinweise ignoriert, droht ein Bußgeld, das je nach Schwere der Tat von 75 Euro aufwärts bis in einen vierstelligen Bereich steigen könne, so Harmuth.

„90 Prozent der Fälle können wir durch Deeskalation lösen“, ergänzt er. Dann werden die Personalien der Menschen aufgenommen. Außerdem gebe es Streifen, die regelmäßig im Wald unterwegs sind. „Der Stadtwald gehört allen; jeder kann etwas dafür tun“, so der Forstamtsleiter.

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