Es geht weiter: Teilerfolg für das Max-Samuel-Haus

<strong>Frank Schröder leitet das Samuel-Haus:</strong> Ab Montag sind nur  noch zwei Mitarbeiter da - die unklare Situation zog Kündigungen nach sich.<foto>georg scharnweber</foto>
1 von 1
Frank Schröder leitet das Samuel-Haus: Ab Montag sind nur noch zwei Mitarbeiter da - die unklare Situation zog Kündigungen nach sich.georg scharnweber

svz.de von
27. Juni 2013, 07:33 Uhr

Rostock | Es ist ein Teilerfolg, den das Max-Samuel-Haus im Kampf um die Exitenz der jüdischen Begegnungsstätte jetzt für sich verbuchen kann. Die drohende Rückforderung von Landesmitteln in Höhe von 32 000 Euro aus dem Vorjahr ist endgültig vom Tisch. Das bestätigte gestern Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD): "Es war eine Ermessensentscheidung. Aus formalen Gründen hätte das Land einen Teil zurückfordern können."

Darüber hinaus herrscht nun endlich Klarheit über die Landesförderung für das laufende Jahr, am Mittwoch kam der Zuwendungsbescheid. 25 000 Euro erhält das Max-Samuel-Haus für 2013. Das sind 7000 Euro weniger, als die Einrichtung beantragt hatte, eine Kürzung, die die Begegnungsstätte hart zu spüren bekommt. "Freuen können wir uns überhaupt nicht", sagt Frank Schröder, wissenschaftlicher Leiter des Max-Samuel-Hauses. Ab Montag sind nur noch zwei der ursprünglich vier Mitarbeiter im Haus beschäftigt. Denn angesichts der unklaren Haushaltslage waren im Februar Kündigungen ausgesprochen worden. "Die Kollegen haben sich mittlerweile umorientiert", erklärt Schröder. Die Kürzung der Landesmittel ist zwischenzeitlich durch Spenden weitgehend kompensiert worden. Doch die Ungewissheit hat in der Planung ein großes Durcheinander hinterlassen. Über den Sommer soll das Max-Samuel-Haus nun vorerst für den Besucherverkehr geschlossen bleiben. Denn es fehlt das Personal, um die Ausstellung für Gäste zu öffnen und gleichzeitig die nächsten Projekte vorzubereiten. "Wir arbeiten jetzt mit Hochdruck an der Synagogen-Ausstellung, die am 12. September eröffnet werden soll", sagt Schröder.

Der Kultusminister betont, dass es an der Höhe der Landesförderung nichts zu rütteln gab. "Wir sind nicht auf dem Basar", kommentiert Brodkorb.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen