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Hansa aus Geheim-Camp zurück : Es gab Käsespätzle, Putengeschnetzeltes

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Ulrike Vollmann musste gestern Geduld aufbringen. Die Gattin des Hansa-Cheftrainers Peter Vollmann war aus dem heimischen Coesfeld nach Rostock zu Besuch gekommen. Allerdings war die Übungseinheit verlegt worden.

Rostock | "Bis der hier fertig ist... Um acht brauche ich auch nicht mehr warm essen zu gehen." Ulrike Vollmann musste gestern Geduld aufbringen. Die Gattin des Cheftrainers des Fußball-Zweitligisten FC Hansa, Peter Vollmann, war aus dem heimischen Coesfeld im Münsterland nach Rostock zu Besuch gekommen. Allerdings war die Übungseinheit, offenbar während sie schon im Zug saß, von 16 auf 17.30 Uhr verlegt worden. Da stand sie nun mitsamt Gepäck am Rande des Platzes, nahm es jedoch mit Humor: "Mal gucken, wie er seine Jungs auf Vordermann bringt..."

Kochen für 30 Personen auf nur vier Herdplatten

Das tat der 53-Jährige zunächst während des Geheim-Camps im und rund um das Waldschulheim Franzensberg (Neukalen), einem alten Forsthof in der Mecklenburgischen Schweiz. Hier kam der Hansa-Tross in Acht-, Sechs- und Vier-Bett-Zimmern unter, wobei der Trainerstab eins der kleineren, gemütlicheren wählte.

Wie schon bei der Premiere dieser außerfußballerischen Maßnahme im Juni 2010 in Wustrow (Mecklenburgische Seenplatte) bestand die vordergründige Aufgabe der Mannschaft erneut darin, mit so gut wie allem alleine klar zu kommen. Selbstorganisation in Gruppen war gefragt. Es galt, die Doppelstockbetten selber zu beziehen, Stuben zu reinigen, Geschirr zu spülen. Und Essenkochen stand auf dem Plan. Eingekauft war schon, aber das Zubereiten von Käsespätzle und Putengeschnetzeltem - an einem Tag wurde zudem von den Trainern gegrillt - mussten die Männer um Chefkoch Peter Schyrba (Peter Vollmann: "Es ist ja bekannt, dass er diese Rolle gut spielen kann") allein in den Griff bekommen. Das klappte vom Kleinschneiden von Fleisch, Zwiebeln usw. bis zum Würzen. Der Chefcoach lobte: "Alle Achtung, dass sie das für 30 Personen hingekriegt haben. Auf nur vier Herdplatten war das sehr schwierig."

Seilbrücke über den Fluss und "Biathlon"

Klingt dennoch alles so ein bisschen nach Ferienlager-Romantik, nur ohne Nachtwanderung und dass im Gegensatz zum Vorjahr diesmal Zelten und Paddeln fehlten?!

Weit gefehlt: Die Truppe wurde tagsüber anständig gescheucht. Vollmann: "Wir haben die körperliche Anstrengung deutlich erhöht." So wurde Dienstag ein "Biathlon" für Viermal-2,5-Kilometer-Staffeln durchgeführt. Wer mit Pfeil und Bogen nicht ins Ziel traf, musste, bevor es auf die eigentliche Laufstrecke ging, Strafrunden bewältigen. Mittwoch war nach 25 Kilometern auf dem Rad sowie Waldlauf innerhalb einer Stunde eine Seilbrücke über den Fluss zu bauen - auch das klappte, das Bauwerk erwies sich als trockenen Fußes überquerbar.

Gestern schließlich bildete eine Art nicht einfache Seiltanz-Übung den Abschluss, bei der Balance, Geschicklichkeit und auch abermals koordiniertes Zusammenwirken gefragt waren.

Größtes Problem waren zwei Zeckenbisse

Peter Vollmann zeigte sich mit dem Ausflug zufrieden: "Die Mannschaft versuchte, auch eigentlich unlösbar scheinende Aufgaben in den Griff zu bekommen, und hat das sehr gut bewältigt. Es lief alles geordnet ab. Das einzige Problem, das auftrat, waren die vielen Mückenstiche. Außerdem handelten sich zwei Mann, Sergej Evljuskin und Radovan Vujanovic, Zeckenbisse am Fuß ein."

Dass er mit seiner Frau abends zum Essen ausgehen würde, davon behauptete der Fußball-Lehrer übrigens bis dahin noch nichts gehört zu haben und meinte augenzwinkernd: "Es gibt nur Butterbrot und Wurst und Tee."

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erstellt am 17.Jun.2011 | 12:01 Uhr

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