Mitten im Leben : Es fehlt ein Zentrum für alle

Fast 130 Besucher waren zu der Veranstaltung gekommen, bei der Ansprechpartner für viele Fragen waren.
Foto:
Fast 130 Besucher waren zu der Veranstaltung gekommen, bei der Ansprechpartner für viele Fragen waren.

130 Gäste kamen zum 1. Informationstag für Senioren. In den Folgejahren soll es weitere Events geben.

svz.de von
16. Juni 2016, 12:00 Uhr

Der gestrige 1. Seniorentag unter dem Motto „Älter werden in Warnemünde und Diedrichshagen“ war ein richtiger Erfolg: Das Interesse an diesem Thema ist groß, fast 130 Gäste waren in die Kleingartenanlage Am Moor gekommen. Wegen der Witterung fand die Veranstaltung im Vereinsheim statt.

„Wir haben das kostenfrei zur Verfügung gestellt“, sagt Christian Seifert, Vorsitzender der Anlage. Bei gutem Wetter sollte es auf der Festwiese stattfinden.

Das Wetter hat ein altes Warnemünder Problem ans Licht befördert: „Uns fehlt einfach ein Bürgerzentrum“, sagt Jobst Mehlan, der im Seniorenausschuss und im Ortsbeirat mitarbeitet. Die Ansicht teilt auch Brigitte Schneider aus Warnemünde. Sie ist jahrelang aktiv in der Selbsthilfearbeit gewesen und wirkt jetzt ebenfalls im Seniorenausschuss mit. „Es ist gut, dass es solchen Tag gibt“, sagt sie. „Man hat gesehen, wie groß das Interesse ist. Und wie dringend in Warnemünde ein Bürgerzentrum für alle Generationen benötigt wird, in dem es Angebote für Kultur und Sport gibt“, sagt die engagierte Warnemünderin. In einem solchen Haus ließen sich viele Angebote und Aktivitäten effizienter vernetzen. Bis auf einen Wermutstropfen war auch Organisator Horst Döring zufrieden: „Der Zuspruch war enorm groß“, sagt er. Weil es so voll war hatten Rollstuhlfahrer kaum eine Chance hereinzukommen, obwohl es eine Rampe am Eingang gibt, das tut uns aufrichtig leid“, sagt er. In welchen Abständen es solche Seniorentage geben wird, vermag er nicht zu sagen. „Aber wir wollen jedes Jahr ein Event für Senioren organisieren“, kündigt Döring an.

Der Informationstag wurde nicht nur vom Kleingartenverband und der Hansestadt unterstützt, sondern auch von vielen Warnemündern und anderen Selbsthilfegruppen. Mit dabei waren der Kinderchor der Kirche, eine Line-Dance-Gruppe, eine Sportgruppe der Akrobaten des SV Warnemünde, die Trachtengruppe und die Kita Knirpsenland. Und Wirt Frank Ahrens versorgte mit selbst gebackenem Kuchen die Gäste.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen