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Rostocker DRK Kinder- und Jugendhilfe : Erzieher sagen Warnstreik für Mittwoch ab

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Vom Streik in Kinder- und Jugendeinrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes in Rostock waren mehr als 2000 Kinder und Jugendliche betroffen. Deren Eltern können aufatmen: Die für Mittwoch geplante Fortsetzung wurde abgesagt: Der Arbeitgeber will verhandeln.

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2017 | 16:48 Uhr

Die Bildungsgewerkschaft GEW hat die Fortsetzung des Warnstreiks in den Einrichtungen der Rostocker DRK-Kinder- und Jugendhilfe für Mittwoch abgesagt. Die Geschäftsführung des Deutschen Roten Kreuzes habe eingelenkt und nehme Verhandlungen mit der Gewerkschaft auf, sagte GEW-Sprecherin Michaela Skott am Dienstag in Rostock. Erklärtes Ziel beider Seiten sei nun der Abschluss eines Tarifvertrages. Die Kitas, Horte und Hilfeeinrichtungen hätten am Mittwoch wie üblich geöffnet, eine für die Mittagszeit auf dem Neuen Markt in der Rostocker Innenstadt geplante Kundgebung finde nicht statt, sagte Skott.

Ziel des zunächst für zwei Tage angesetzten Warnstreiks war es, für die rund 420 DRK-Angestellten die Einführung eines Tarifvertrages durchzusetzen, der sich am Vertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) orientiert. Etwa 80 Prozent der Beschäftigten hatten sich den Angaben zufolge am Dienstag am Warnstreik beteiligt.

Wie der Geschäftsführer des DRK-Bereichs Kinder- und Jugendhilfe, Jürgen Richter, hätten sich die zuständigen DRK-Gremien dazu entschieden, in enger Zusammenarbeit mit dem Rostocker Amt für Jugend und Soziales einen Tarifvertrag abzuschließen. „Jetzt gehen die Verhandlungen erst richtig los“, sagte er.

Die Gewerkschaft hatte der DRK-Geschäftsführung vorgeworfen, die Aufnahme ernsthafter Gespräche zu verweigern. Nach zwei ergebnislosen Verhandlungen sollte mit dem Warnstreik der Druck erhöht werden. Das Einlenken des DRK sei eine überraschende Wende gewesen, sagte Verhandlungsführer Daniel Taprogge.

 

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