Rekord : Erstmals unter zehn Prozent Arbeitslose

Die Agentur für Arbeit in Rostock
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Die Agentur für Arbeit in Rostock

Boomende Wirtschaft und demografischer Wandel sorgen für Rostocks Job-Wunder.

svz.de von
01. Juli 2015, 06:00 Uhr

Die Arbeitslosenquote ist in Rostock auf 9,6 Prozent gesunken – und erreicht damit erstmals seit 1990 einen Wert unterhalb der Zehn-Prozent-Marke. Das gab Christoph Möller, Leiter der Rostocker Arbeitsagentur, gestern bekannt. 20,6 Prozent waren es noch im Juni 2005. Mehr als 20 500 Frauen und Männer waren damals in der Hansestadt arbeitslos. Heute werden 10 130 Arbeitslose durch die Arbeitsagentur und das Hanse-Jobcenter betreut.

Im Landkreis Rostock sank die Arbeitslosenquote auf 7,5 Prozent und liegt damit um 0,6 Punkte niedriger als vor einem Jahr. Zurzeit sind im Landkreis 8127 Personen arbeitslos gemeldet, 647 weniger als vor einem Jahr.

Drei Gründe nannte Agentur-Chef Möller für die positive Entwicklung. Neben demografischen Aspekten sei es vor allem die seit Jahren wachsende Wirtschaft im Rostocker Raum. Dazu kämen die arbeitsmarktpolitischen Möglichkeiten von Agentur und Jobcenter, die jedoch zurückgefahren werden. Sie sind in diesem Jahr schon um zehn Prozent gesunken, teilte die Agentur mit. Die Zahl der Ein-Euro-Jobber ging auf 638 zurück.

„Alle Personengruppen spüren die zurückgehende Arbeitslosigkeit“, sagt Möller. So sei der Anteil der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 Prozent zurückgegangen und der der Langzeitarbeitslosen um 12,9 Prozent. Ein sicheres Zeichen für die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes sei die steigende Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen. Der Arbeitsagentur Rostock wurden im Juni 1040 offene Stellen gemeldet. 2216 Stellen aus fast allen Branchen befinden sich im Bestand von Jobcenter und Arbeitsagentur zusammen. 80 Prozent der Stellen sind unbefristet.

Wachsende Branchen sind nach wie vor das Gastgewerbe, das Gesundheitswesen und der Handel. Auch auf dem Ausbildungsmarkt ist Dynamik zu verzeichnen. Hier gibt es noch 1094 unbesetzte Stellen, die meisten in der Hotellerie und Gastronomie. „Es gibt aber noch freie Plätze in allen Berufszweigen, sogar in den Banken“, so Möller.

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