Sicherheit : Erstklässler üben Schulweg

Vorsicht im Straßenverkehr: Dass sie nicht hinter parkenden Autos hervorlaufen dürfen, ohne zu gucken, haben Emily und Emma vor der Einschulung bereits in der Kita gelernt.
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Vorsicht im Straßenverkehr: Dass sie nicht hinter parkenden Autos hervorlaufen dürfen, ohne zu gucken, haben Emily und Emma vor der Einschulung bereits in der Kita gelernt.

Rostock begrüßt 1831 Abc-Schützen. Polizei rät zur frühen Verkehrserziehung. Dekra verteilt 2000 Mützen

svz.de von
25. August 2016, 08:00 Uhr

Sichtbehinderungen, unbekannte Geräusche, Abstände, die schwer einzuschätzen sind – 1831 Schüler, also gut 180 mehr als im Vorjahr, werden am kommenden Wochenende in 32 Schulen der Hansestadt ihre Ausbildung beginnen. „Die Erstklässler, die sich dann täglich auf den Weg machen, sind die schwächsten Verkehrsteilnehmer und bedürfen besonderer Rücksichtnahme“, sagt Sebastian Schütt, stellvertretender Leiter der Rostocker Polizeiinspektion.

Generell sei die Zahl der Unfälle, in die Kinder verwickelt wurden, im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen: „In 6170 Unfällen waren 55 Kinder beteiligt, davon 30 auf dem Fahrrad“, so Schütt. Zum Schuljahresbeginn am 5. September wird die Polizei aber wieder erhöhte Präsenz zeigen. „Wir werden an 40 Stellen vor den Schulen verstärkte Verkehrskontrollen durchführen“, sagt Schütt. Kernzeit sei zwischen 7 und 9 Uhr morgens, für mehrere Monate.

Damit die Abc-Schützen auch allein sicher und wohlbehalten in den Schulen ankommen, rät die Polizei allen Eltern dazu, Verhaltensregeln im Straßenverkehr unbedingt bereits früh zu üben. „Im Prinzip muss die Verkehrserziehung beginnen, sobald die Kinder an der Hand selbst mitlaufen können“, sagt Kerstin Lange, Rostocker Präventionsbeamtin. Gemeinsam mit – ab Oktober fünf statt bisher drei – Kollegen besucht sie Kitas in der ganzen Hansestadt, um mit den Kindern zu vermitteln, dass sie an der Straße halten, nach links und rechts gucken müssen und nur bei Grün gehen dürfen. „Aber Prävention muss immer auch von zu Hause kommen. Die Eltern sind direkte Vorbilder für ihre Kinder“, so Lange. Zudem empfehlen die Präventionsbeamten, Kinder nicht zu früh allein mit dem Fahrrad fahren zu lassen. „Geradeaus fahren, Handzeichen geben, reagieren – es gibt einfach so viel zu beachten, dass Kinder es vor der 3. oder 4. Klasse noch gar nicht richtig koordinieren können“, sagt Lange.

Um die Sichtbarkeit der Kinder zu erhöhen, hat die Dekra erneut 2000 rote Mützen mit Reflektoren verteilt. Die bundesweite Aktion „Sicherheit braucht Köpfchen“ läuft seit 2004, so Niederlassungsleiter Thomas Gramsch.

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