Rostock : Erstklässler brauchen Verkehrstraining

Schon nächste Woche ist Einschulung für Rostocks Abc-Schützen. Da ist auf dem Schulweg besondere Vorsicht geboten. Mit ihren Warnwesten und den roten Kappen sind Charleen (l.) und Isabell für die Autofahrer gut zu sehen.
Schon nächste Woche ist Einschulung für Rostocks Abc-Schützen. Da ist auf dem Schulweg besondere Vorsicht geboten. Mit ihren Warnwesten und den roten Kappen sind Charleen (l.) und Isabell für die Autofahrer gut zu sehen.

1650 Abc-Schützen in der Hansestadt bekommen rote Mützen mit Reflektoren

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21. August 2015, 08:00 Uhr

Sichtbarkeit bedeutet zwar nicht gleich Sicherheit, macht die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr für alle Beteiligten aber deutlich einfacher. Deshalb verteilen Polizei, Verkehrswacht und Dekra auch in diesem Jahr wieder knallrote Mützen mit Reflektoren an Rostocks Abc-Schützen. „Analysen haben ergeben, dass besonders Erstklässler eine gefährdete Gruppe der Verkehrsteilnehmer sind“, sagt Dekra-Niederlassungsleiter Dr. Manfred Preetz. „Das liegt vor allem daran, dass Kinder – auch im Straßenverkehr – oft spontan handeln und unberechenbar sind“, so Preetz.

1650 Kinder werden in diesem Jahr in 26 Grundschulen in Rostock eingeschult und alle bekommen am Tag ihrer Einschulung die feuerroten „Schumimützen“, wie Preetz sie nennt. Die Kampagne „Sicherheit braucht Köpfchen“ gibt es bereits seit zehn Jahren. Und die scheint zu fruchten: „Die Zahl der Verkehrstoten ist in den letzten zehn, fünfzehn Jahren sukzessive zurückgegangen“, sagt Polizeidirektor Michael Ebert, Schirmherr der Aktion.

Neben der besseren Sichtbarkeit durch Reflektoren an Kleidung und Schulranzen, mahnt die Polizei aber auch zur Unfallprävention durch die Erwachsenen: „Ich hebe den Zeigefinger auch gegenüber den Eltern“, sagt Ebert. „Diejenigen, die ihre Kinder zur Schule fahren und ,nur kurz‘ im Halteverbot oder auf einem Fußgängerüberweg halten, um sie aussteigen zu lassen, gefährden dadurch oft andere Verkehrsteilnehmer – andere Kinder.“

Ferner appelliert der Polizeichef, der selbst Vater einer sechsjährigen Tochter ist, an die Erziehung und Vorbildfunktion der Eltern. Diese sollen Schulwege immer und immer wieder mit ihren Zöglingen üben und diese für eventuelle Gefahrenstellen sensibilisieren.

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