Warnemünde : Erstes Containerhotel in Deutschland eröffnet

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dpa

Die Hotelbranche wird immer mehr mit den individuellen Bedürfnissen ihrer Gäste konfrontiert. Immer mehr Hotels reagieren darauf. In Warnemünde eröffnet nun ein Hostel, das aus Containern zusammengebaut wurde.

svz.de von
13. April 2017, 15:00 Uhr

In Warnemünde ist am Donnerstag das Containerhostel „Dock-inn“ für erste Gäste eröffnet worden. Die laut Betreiber in dieser Form deutschlandweit einmalige Hotelform biete 64 Zimmer und Suiten mit insgesamt 188 Betten in umgerüsteten Übersee-Containern an. Das reiche vom 25 Quadratmeter großen High-Cube-Seecontainer bis zur Suite, bei der zwei Container zusammengeschweißt wurden, wie Petra Cavet, Sprecherin der Dock-Inn GmbH, berichtete. Daneben gebe es auch Container mit vier beziehungsweise acht Betten. Das Hostel ist noch nicht ganz fertig, die offizielle Eröffnung sei für Anfang Juni geplant.

Die Gäste können in der Kombüse, einer voll ausgestatteten Küche, gemeinsam kochen. Zielgruppen seien Aktiv- und Sporturlauber, Rucksackreisende oder auch Familien und Gruppen, sagte Cavet.„Gerade im Design- und Lifestyle-Bereich entscheiden Gäste immer mehr nach Individualität und Authentizität“, sagte der Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Christopher Lück.

Längst wollten sie sich nicht mehr nur erholen, sondern Abenteuer erleben. Sie suchten besondere Locations, die ein bestimmtes Lebensgefühl vermitteln.

Ein Grund dafür sei laut einer Untersuchung des Hotelverbands Deutschland, dass sich die Qualität von Hotel-Dienstleistungen immer weniger unterscheide und so Faktoren wie Design und kreative Gestaltung wichtiger würden. Somit würden Häuser wie das Dock-inn „voll im Trend liegen“, sagte Lück. Zahlen speziell für das Segment der Hostels oder Design-Lifestylehotels gebe es aber nicht.

Die große Zahl an neuen Konzepten zeige jedoch, „dass die Hotellerie auf die geänderten Gästebedürfnisse reagiert“, sagte Lück. „Das Hotel wird immer mehr zu einem Wohnzimmer mehrerer Generationen“, erklärte der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Bernd Fischer. Es sei auch nicht damit zu rechnen, dass nur junge Leute ins Dock-inn gehen werden.

Für Mecklenburg-Vorpommern seien Hotels wie das Dock-inn eine sehr gute Anregung, die Hoteliers sollten einfach mal vorbeischauen. „Es führt in eine andere Hotelwelt“, sagte Fischer. Das Standardhotel werde es aber dennoch immer weiter geben.

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