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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 13:32 Uhr

Ernennung : Erster Arbeitstag für Senator Bockhahn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Oberbürgermeister nimmt 36-Jährigem den Amtseid ab und beendet damit anderthalb Jahre Vakanz.

von
erstellt am 15.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Der erste Weg führte ihn direkt zu einer kleinen Dienstbesprechung mit dem OB als seinem neuen Chef: Seit gestern ist Steffen Bockhahn (Linke) Rostocks Senator für Jugend, Soziales, Gesundheit, Schule und Sport. „Ich weiß, dass es viele gibt, die ein Fragezeichen hinter meiner Person machen, aber ich habe mir vorgenommen, im Amt zu überzeugen“, sagt der 36-Jährige.

Sein Ziel sei es, den Zusammenhalt der Menschen untereinander zu stärken und so eine lebenswerte Stadt für alle zu schaffen. Dabei sei ihm bewusst, dass „die Erwartungen in dieser Stadt immer größer sind als die Möglichkeiten“. Eine seiner dringendsten Aufgaben, so Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), sei die Vorbereitung für die Aufnahme weiterer Flüchtlinge, vor allem aus Syrien. Dafür stellt Rostock in den kommenden Wochen 50 zusätzliche Wohnungen bereit. „Wir wollen unsere neuen Mitbürger würdig empfangen und aufnehmen“, so Methling. Er sei zuversichtlich, gemeinsam mit seinem neuen Senator die Stadt voranzubringen. Schließlich sei dieser ein ausgewiesener Kenner der lokalen Strukturen.

Chris Müller (SPD), Bockhahns neuer Sitznachbar auf der Senatorenbank, zeigt sich ebenfalls erfreut über die Verstärkung. Allerdings seien die Meinungsverschiedenheiten bereits vorprogrammiert: „Das liegt in der Natur der Sache, wenn einer auf das Geld aufpassen und einer es ausgeben muss.“ Der Umgang mit den Mitteln in Bockhahns Senatsbereich sei eine Gemeinschaftsaufgabe. „Da gibt es viele Mitarbeiter und viel Geld“, so Müller. Immerhin würde rund die Hälfte aller städtischen Ausgaben auf den nun von Bockhahn verwalteten Bereich entfallen.

Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche verspricht sich von der Ernennung seines Parteifreundes vor allem eine stärkere und zielführendere Diskussion im Jugendhilfeausschuss. Den hatte er selbst lange geleitet. „Die alleinige Last der Verantwortung auf Seiten der Verwaltung lag allein auf dem kommissarischen Amtsleiter“, so Nitzsche. Er habe sich diesbezüglich immer eine Teilung gewünscht.

Nach anderthalb Jahren wieder einen Senator als feste Kontaktperson und Partner zu haben, das freut auch die Chefs der Agentur für Arbeit, Christoph Möller, und des Hanse-Jobcenters, Frank Junghans. „Gerade in Hinsicht auf die Jugendlichen haben wir noch viel vor mit der Stadt“, sagt Junghans. Die Vakanz an der Spitze des Senatsbereichs sei deutlich zu spüren gewesen.

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