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Norddeutsche Neueste Nachrichten

20. August 2017 | 13:53 Uhr

Wintereinbruch : Erste Glätte lässt Rostock kalt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schnee und Eis haben Fußgänger und Autofahrer in den Morgenstunden überrascht. Der Räumdienst hingegen war schon in der Nacht im Einsatz.

Der erste Frost und leichte Schneefälle haben gestern die Hansestadt heimgesucht. Wer sich am frühen Morgen auf die Straße traute, erlebte eine böse Überraschung: Wege und Fahrbahnen waren mit einer spiegelglatten Eisschicht überzogen und die Windschutzscheiben an den Autos zugefroren. Zum ersten Mal in diesem Winter bekamen die Rostocker die kalte Jahreszeit zu spüren. Nach dem nicht enden wollenden Frühjahrswetter in den vergangenen Monaten gab es gestern den ersten Kälteschock mit Temperaturen knapp unter null Grad Celsius.

Einige Rostocker traf die gefrierende Nässe vollkommen unvorbereitet. Die Folge: Knochenbrüche und Prellungen. Zeitweilig waren alle verfügbaren Krankenwagen im Einsatz. „Es gab vermehrt Stürze wegen der Glätte“, sagt Bernd Baranowitz vom Führungsdienst der Rostocker Feuerwehr.

Die Notaufnahme der Rostocker Universitätsklinik behandelte rund 100 Brüche. „Wir haben durchaus mehr zu tun als sonst“, sagt Philip Gierer, stellvertretender Leiter der Unfallchirurgie. Allerdings blieb die Zahl der Patienten noch im Rahmen. Knochenbrüche am Handgelenk gehörten zu den häufigsten Verletzungen. „Ältere Menschen ziehen sich auch vermehrt Oberschenkelhalsbrüche zu“, sagt der stellvertretende Leiter der Unfallchirurgie. Glücklicherweise habe es keine schwereren Verletzungen gegeben. Da sich die frostigen Temperaturen auch über die nächsten Tage halten sollen, bereitet sich auch das Südstadtklinikum auf den Ernstfall vor. Damit es beim Patientenansturm schnell geht, übten die Medizinstudenten schon mal, wie ein Gipsverband zügig angelegt werden kann.

Auf den Rostocker Straßen ist es trotz morgendlicher Glätte ruhig geblieben. Die Polizei hatte in den Vormittagsstunden keine Verkehrsunfälle zu verzeichnen. „Der Schnee bestand bisher nur aus Puderzucker“, beurteilt Polizeisprecherin Yvonne Hanske die gestrige Lage. Auch der Führungsdienst der Feuerwehr, Bernd Baranowitz, spricht von einer vorerst entspannten Lage auf den Straßen: „Wir mussten bisher wenig technische Hilfeleistung geben.“ Bis zum Mittag entspannte sich die Lage zunehmend.

Genauso gelassen, dafür trotzdem aufmerksam, beobachtet der Rostocker Winterdienst den ersten Schneefall mit der einhergehender Glätte. „Seit 2 Uhr morgens war der Schneedienst im Einsatz“, sagt Steffen Böhme, Sprecher der Rostocker Stadtentsorgung. Dicht befahrene Hauptverkehrsstraßen und wichtige Kreuzungen wurden bis zum morgendlichen Berufsverkehr von Schnee und Eis befreit. Zusätzlich wurden Gehwege gestreut und Feuerwehrzufahrten sowie Anliegerstraßen beräumt. Mit 15 bis 20 Fahrzeugen war der Schneedienst gestern früh im Einsatz. „Den ganzen Tag über sind sie weiter auf Kontrollfahrt“, sagt Steffen Böhme. Bei den steigenden Tagestemperaturen habe sich die Situation weiter beruhigt. „Bisher war es für uns kaum der Rede wert“, so der Sprecher der Stadtentsorgung. Die Einsatzzentrale des Winterdienstes ist 24 Stunden am Tag im Dienst.

Die ersten Flocken genießen konnten wenigstens einige Spaziergänger, die sich auf die Rutschpartie vorbereitet hatten. Gerade für Hundebesitzer war die zarte weiße Pracht ein erstes winterliches Erlebnis.

 

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erstellt am 22.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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