Zoo Rostock : Erste Einblicke ins Polarium

Der 350 Kilo-Bär Akiak erkundet die Anlage.
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Der 350 Kilo-Bär Akiak erkundet die Anlage.

Der Rostocker Zoo ist seit Jahrzehnten bekannt für seine Eisbärenzucht. Mit dem Neubau des Polariums soll diese Erfolgsgeschichte fortsetzen werden.

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21. September 2018, 16:00 Uhr

Im Rostocker Zoo ist am Freitag das Polarium, die neue Heimat der Eisbären und Pinguine, mit einem Festakt eröffnet worden. Die Gesamtkosten für den 12 500 Quadratmeter großen Bau belaufen sich auf 14,2 Millionen Euro, wie der Zoo berichtete.

Teil des neuen Areals ist auch die Ausstellung „Meereswelten“, unter anderem mit einem Quallenaquarium. Das Polarium wurde auf der Fläche der alten Bärenburg errichtet. Diese musste abgerissen werden, da sie völlig veraltet war.

Die Eisbären Noria und Akiak sind zur Eröffnung auf den Außenanlagen getrennt untergebracht. „Beide sind mit drei und vier Jahren noch recht jung und sollen ausreichend Zeit erhalten, sich und ihr neues Umfeld kennen zu lernen“, informierte Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann.

Ein dritter Eisbär werde noch dieses Jahr erwartet.

Nicht nur die Bären können sich über das Areal freuen, es wurde für die bis zu 36 Humboldt-Pinguine und deren Nachwuchs ein neues Freigehege mit Bruthöhlen geschaffen. Dort ist auch ein Wasserbecken mit Sichtscheiben integriert.„Mit dem Polarium ist der Zoo um eine spektakuläre Attraktion reicher“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Sein Ministerium werde den Bau voraussichtlich mit zwölf Millionen Euro fördern. Wie Zoodirektor Udo Nagel berichtete, konnten durch die Spendenaktion „Taler mehren für die Bären“ rund 350 000 Euro eingesammelt werden.

Von Samstag an ist der Neubau für Besucher geöffnet. Die Eröffnung des Polariums soll zudem am Sonntag mit einem großen Fest gefeiert werden. Gleichzeitig seien die sechs Jahre lang fast unveränderten Eintrittspreise „moderat angepasst“ worden.

Schon seit den 1950er Jahren sind Eisbären im Rostocker Zoo zuhause. Weltweit bekannt wurde zuletzt der Ende 2014 geborene Fiete. Er fand im Zuge der Bauarbeiten für das Polarium in Ungarn ein neues Zuhause. Auch der 2014 geborene Akiak ist ein Enkel der legendären Rostocker Eisbären Churchill und Vienna.

Die Tierschutzorganisation Peta kündigte an, am Samstag gegen die Eröffnung des Polariums zu protestieren. Eisbären gehörten ihrer Ansicht nach zu den Tierarten, die am stärksten unter der Haltung in Gefangenschaft leiden. Fast alle dieser Tiere in deutschen Zoos litten an Verhaltensstörungen, hieß es.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Beate Schlupp bezeichnete diese Kritik als scheinheilig. Mit dem Polarium sei eine der modernsten Eisbärenanlagen der Welt entstanden. „Neben der Sensibilisierung der Menschen für den Artenschutz trägt der Rostocker Zoo mit der Zucht von Eisbären zum Erhalt der Population bei.“

>> Der vollständige Bericht und ein Video folgen heute Abend.

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