Presse-Club bei den NNN : Erst Einblick in die Web-to-Print-Strategie, dann lockeres Networken

Der kommissarische Redaktionsleiter Dirk Buchardt erklärt den Pressesprechern, wie die NNN ihre Web-to-Print Strategie umsetzen.

Der kommissarische Redaktionsleiter Dirk Buchardt erklärt den Pressesprechern, wie die NNN ihre Web-to-Print Strategie umsetzen.

Ungewohnter Trubel zu später Stunde in den Räumlichkeiten der NNN. Besuch vom Presseclub Rostock: knapp 20 Sprecher von Firmen, Behörden und städtischen Betrieben informierten sich über unser "Web to Print"-Projekt.

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22. März 2019, 00:12 Uhr

Für den Club um seinen Vorsitzenden Thomas Schneider von den Stadtwerken Rostock ist es ein regelmäßiges und willkommenes Ritual - für das Team der NNN in der Ballung eine neue Erfahrung: Die Pressesprecher der Stadt kamen am Abend in der Bergstraße zusammen und tauschten sich aus. "Das machen wir seit Langem drei Mal im Jahr - das vierte Treffen ist in schöner Tradition dann eine Glühweinrunde am Brink", so Schneider.

Gestern nun hatten sie sich für ihren Stammtisch die Redaktionsräume der Norddeutschen Neuesten Nachrichten ausgesucht. Schon im Vorfeld zeichnete sich ein ungewohnt großes Interesse ab. "Zwanzig Kollegen - das hat es wirklich noch nie gegeben", freute sich selbst Ulrich Kunze, Leiter der Pressstelle der Hansestadt. Das habe natürlich auch mit den Entwicklungen in der Redaktion zu tun. Was entsprechend Thema der Gastgeber-Ausführungen sein sollte.

Vertriebschefin Anke Gräfe und der kommissarische Redaktionsleiter Dirk Buchardt gaben Einblicke in die Veränderungen in Zustellung und in der Anzeigen-Aquise der NNN sowie in die Web-to-Print-Strategie der NNN.  Letztere, so Buchardt, sei ausgerichtet auf eine möglichst frühe Veröffentlichung von Nachrichten. Vor allem dann, wenn die Konkurrenz - und hier sieht der Projektchef nicht nur die zweite Tageszeitung, sondern auch aktive und oft sehr gut vernetzte Journalisten, Blogger und Social-Web-Aktivisten - ebenfalls bei den Terminen anwesend ist.

"Neben dem Selbstverständnis von Einordnung und Recherche sehen wir das schon auch sportlich", gesteht Buchardt ein. "Kommentiert zu werden mit ,Na, das hat aber XY schon längst vermeldet' macht nicht wirklich Spaß." Die nachrichtliche Erstmeldung werde nach der Veröffentlichung auf der Webseite und in den sozialen Netzen oft weiter aufbereitet, mit Hintergründen und Zitaten angereichert und schließlich als analytisches Stück oder abgehandelter Beitrag auch in das Print-Produkt übertragen. Bei der Themeauswahl und -Platzierung über den Tag hinweg stehen den Kollegen mehrere Dashboards und Monitoring-Tools zur Seite, die darüber Auskunft geben, wieviele Nutzer gerade auf welchem Artikel unterwegs sind, von wo sie kommen (Verlinkung, Webseite, Suchmaschine), welche Schlagworte oder Suchbegriffe genutzt wurden etc.

Dass bei alledem die Qualität im Vordergrund stehen muss, darüber war sich die Runde einig. Das beginne in der Belieferung mit Presseinformationen und setze sich im redaktionellen Alltag fort.  In etlichen Themenbereichen praktiziere das kleine NNN-Team trotz des hohen Leistungsdrucks eine sowohl kritische, dabei immer sachliche, aber auch muntere Berichterstattung. So der Tenor der anwesenden Pressesprecher. Gern nahm die Redaktion parallel aber auch Kritik an, nicht in jedem letzten Fall ausreichend nachgehakt zu haben. Dirk Buchardt versprach am Beispiel einiger Polizeimeldungen, künftig besser einmal mehr zum Hörer zu greifen. Kooperation am anderen Leitungsende vorausgesetzt.

In der anschließenden geselligen Runde bei Häppchen und Getränken wurden Möglichkeiten  besprochen, als Pressestellen noch besser wahrgenommen und beachtet zu werden. Ansätze hier würden Themenideen und Beiträge mit möglichst regionalem oder lokalem Charakter, noch besser mit persönlichem Bezug zu sein - in der heutigen Zeit idealerweise auch mit Hinweisen für crossmediale Aufbereitung versehen. Dahin gehe der Anspruch der Leser und Nutzer der Verlagsangebote. Buchardt verwies auf über 2,7 Millionen Sitzungen mit 6,6 Millionen Seitenaufrufen im Monat - inzwischen läge dabei der Anteil mobiler Nutzung bei rund 65%. "Dem müssen wir uns stellen!" Neben dem Networken am Stehtisch nutzen die Damen und Herren schließlich die seltene Gelegenheit, der Desk-Kollegin Nicole Pätzold-Glaß beim "Verabschieden" der fertigen Lokalseiten an die Druckerei über die Schulter zu schauen.

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