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Großes Talent : Er ist ein Könner auf seinem Gebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Peter Seier baut seit 1970 Schiffsmodelle. Jedes noch so kleine Detail stellt er selbst her. Bis 17. Februar gibt es eine Ausstellung.

svz.de von
erstellt am 17.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Peter Seier hat alles, was ein Schiffsmodellbauer benötigt: Geduld, Fingerfertigkeit, technisches Verständnis, Fantasie und die Liebe zu Schiffen. Ab heute werden 17 seiner 19 Modellschiffe von 8 bis 18 Uhr in der Offiziersmesse am Standort Hohe Düne bis einschließlich zum 17. Februar ausgestellt.

Die Wurzeln von Peter Seiers zeit- und platzaufwändigen Hobbys reichen zurück ins Jahr 1970. „Eigentlich erträumte ich mir ja immer eine Modelleisenbahn, aber dafür fehlte mir der Platz, deshalb habe ich mich für den Schiffsmodellbau entschieden“, sagt der gelernte Funkmechaniker. 19 Modelle sind seit der Zeit entstanden, bis auf zwei sind alle noch in seinem Besitz. Dafür wurden in der Wohnung Regale montiert und Platz geschaffen. Das erste war ein Logger, wie er für das Rostocker Fischkombinat im Einsatz war. „Da habe ich sogar die Fernsteuerung selbst gebaut, dazu musste ich eine Genehmigung bei der Post einholen“, erzählt der 75-jährige Tüftler. „Als wir noch in der Bremer Straße gelebt haben, habe ich oft die Küche blockiert“, erzählt er. Zum Glück hat seine Frau Renate Verständnis für das Hobby ihres Mannes. Sie liebt die Schiffe ihres Peters so, dass die Viermast-Bark im heimischen Wohnzimmer stehen bleiben wird. „Es ist schön, dass er diesen Ausgleich für sich hat“, sagt sie.

Wegen des Hobbys ist das Paar nach Hohe Düne gezogen. „Wir haben die Wohnung danach gesucht, wo ich einen Platz zum Werkeln habe“, erzählt der Modellbauer. Er hat sich selbst seine Drehmaschinen allein gebaut mit Teilen, die er aus dem Schrott hatte. Und jedes noch so kleine Teil stellt er in Handarbeit her. Bevor seine Frau irgendein Material wegwirft, zeigt sie es. Und auch aus der Zahnarztpraxis, wo er Patient ist, bekommt er manchmal ausgedientes Werkzeug für seinen Modellbau. An manchen Schiffen hat er zweieinhalb Jahre getüftelt. „Man benötigt wirklich Geduld, man muss auch mal aufhören können, ohne sich unter Druck zu setzen“, weiß er aus Erfahrung. Nicht immer gelingt alles sofort. Der Modellbauer hat eine kleine Schatztruhe mit verschiedenen Materialien, die er für die Details seiner Modelle benötigt. Jedes noch so kleine Bullauge aus Messing dreht er in seiner kleinen Werkstatt selbst.

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