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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 15:18 Uhr

Er heuerte als Schiffsjunge an

vom

svz.de von
erstellt am 16.Jul.2013 | 10:05 Uhr

Warnemünde | Sein beruflicher Werdegang ist ihm in die Wiege gelegt worden: Bereits der Vater des berühmten Lotsenkommandeurs Stephan Jantzen, Steffen Jantzen (1798 - 1866), war Lotsenbote in Warnemünde. Zu seinen Aufgaben gehörte es, Mitteilungen und Einsatzbefehle an die Lotsen zu überbringen. Auf dem Alten Friedhof befand sich ein maritim gestaltetes Grabkreuz. Als Randalierer auch davor nicht mehr Halt machten, war es an der Zeit, dieses wertvolle Relikt zur Ortsgeschichte sicherzustellen. Das Kreuz lag abgebrochen im Gras, sodass es nun auf dem Hof des Heimatmuseums einen sicheren Platz erhalten konnte.

Im oberen Teil befindet sich reliefartig die Abbildung eines gaffel-getakelten kleinen Segelbootes, darunter die Inschrift: "Hier ruhet in Gott der Lotsenbote Steffen Joachim Jantzen, Geb. d. 23. Decbr. 1798, Gest. d. 27. Octbr. 1866." Auf der Rückseite finden wir den Spruch: "Nach mühevollem Lebenslauf ist jetzt mein Blick gen Himmel auf."

Wie dem Buch von Dieter Eints, "Warnemünder Vögte", zu entnehmen ist, wohnte Steffen Jantzen im Zweiten Quartier, Nummer 46, etwa am Weg nach Diedrichshagen. Da nichts anderes bekannt ist, darf angenommen werden, dass hier am 20. Juli 1827 ein Knabe geboren wurde, der in der Heiligen Taufe die Namen Stephan Jacob Heinrich empfing. Da im Jahre 1822 ein neues Schulhaus gebaut worden war, heute Alexandrinenstraße 119, wird der Junge hier das Abc und das Einmaleins in der großen Schulstube auf der linken Seite des Hauses erlernt haben. Nach der Konfirmation in der alten Fischerkirche unweit des Stroms musterte er auf der Rostocker Galeasse "Argo" Kapitän P. Fretwurst als Schiffsjunge an. Nach sechs Jahren Fahrenszeit konnte er das Patent des Steuermanns auf großer Fahrt erwerben, um weitere sieben Jahre als Erster Steuermann die Voraussetzungen zum Schiffer auf großer Fahrt zu schaffen.

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