Schifffahrtsmuseum Rostock : Enthüllt: UFR finanziert Tradi-Plakate

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Wählerbündnis spendet für Kampagne des Maritimen Rates. #wirkoennenrichtig

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07. September 2017, 05:00 Uhr

Pikant: Das Wählerbündnis Unabhängige Bürger für Rostock (UFR) hat für den Wahlkampf des Maritimen Rates zum Bürgerentscheid 7777,77 Euro gespendet. Rats-Vorsitzender Hans-Joachim Hasse hatte zum Start der Go-Tradi-Go-Werbekampagne Mitte August allerdings ausdrücklich erklärt, dass sich diese nicht über Parteispenden finanziere.

Formal handelt es sich bei der UFR nicht um eine Partei, sondern eben um ein Wählerbündnis, das nach eigener Maßgabe „parteiübergreifende Sachpolitik in die kommunalen Entscheidungsgremien trägt“. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) ist im Vorstand der UFR, die auch eine Fraktion in der Rostocker Bürgerschaft ist.

Die Verlegung des Traditionsschiffes von Schmarl in den Stadthafen sei eine „schöne Angelegenheit“, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Malte Philipp, „daher unterstützen wir den Maritimen Rat“. Das habe der Vorstand entschieden. Die etablierten Parteien seien im Bundestagswahlkampf und die UFR fördere eben die Interessen des Rates, die auch die eigenen seien. Der Maritime Rat ist ein Zusammenschluss von 22 Vereinen, darunter der Verein Tradition Ostseeschifffahrt unter dem Vorsitz von Methling.

Die Kritik an der Wahlwerbung weist Philipp zurück. Dem Maritimen Rat war von mehreren Seiten vorgeworfen worden, den Inhalt des Bürgerentscheids absichtlich zu verkürzen. Schließlich ginge es um mehr als die Verlegung des Tradis. Die komplette maritime Ausstellung, inklusive Langem Heinrich und Betonschiff, würde in den Stadthafen ziehen, wenn die Rostocker am 24. September beim Bürgerentscheid mit JA stimmen. Es sei „herrlich auf den Punkt gebracht“, worum es primär gehe, so Philipp. Die Schmarl-Befürworter wurden von der Kampagne überrascht. Einen Wahlkampf mit Plakaten, Flyern, Ausstellung können sich weder die IGA GmbH noch die Ortsbeiräte des Nordwestens leisten, so IGA-Aufsichtsratschefin Karina Jens (CDU). Die UFR finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.

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