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Norddeutsche Neueste Nachrichten

23. November 2017 | 14:21 Uhr

Bauprojekt : Endspurt für die Heinkel-Villa

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Umbau des ehemaligen Unternehmer-Wohnsitzes und heutigen IOW-Hauses hat sich verzögert und wird teurer als geplant

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 21:04 Uhr

40 mittelständische Unternehmen aus der Region haben mitgeholfen, dass sich die ehemalige Heinkel-Villa in der Seestraße 15 in ein architektonisches Schmuckstück verwandelt. Wegen der baulichen Dimension hat sich das Vorhaben vom Start im November 2013 bis jetzt hingezogen. Bauherr ist der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) MV, künftiger Nutzer das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (IOW). Projektleiterin vom BBL ist Uta Brinckmann. „Ziel der Maßnahme war es, die Sanierung der Gebäudehülle und der Innenbereiche unter Aspekten des Schutzes vom Ensemble Seestraße zu sanieren“, sagt Brinckmann. Auch wenn das Haus kein Denkmal ist, wurden denkmalpflegerische Aspekte berücksichtigt.

Insgesamt ist der Bau ein Mammutvorhaben: Wichtige Punkte sind die Schadstoffsanierung, die Einhaltung geltender gesetzlicher Vorschriften für den Brandschutz sowie die Themen Energie und barrierefreies Bauen mit der Installation eines Aufzuges. „Auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter sollen sich verbessern“, so Brinckmann.

Im Dachgeschoss der ehemaligen Heinkel-Villa entstehen sechs Zimmer als Unterkünfte für Gäste und Doktoranden des Instituts. Lediglich eines der Zimmer verfügt über einen separaten Sanitärbereich, die anderen teilen sich sanitäre Räume. Die Zimmer sind bewusst klein, bestechen allerdings mit einem sensationellen Blick auf die Ostsee. In dieser Etage befindet sich ein Mutter-Kind-Raum für den Fall, dass Mütter mit Kindern zur Arbeit kommen müssen.

Der behutsame Umgang mit der baulichen Substanz des Hauses war ebenfalls ein Ziel der Bauherren, aber auch des IOW-Chefs Prof. Ulrich Bathmann. Ihm war es beispielsweise ein Anliegen, eine alte Tür zu erhalten. Außerdem ist eine Verbindung zwischen dem neuen IOW-Gebäude und der Villa hergestellt worden.

Die knapp 3,1 statt ursprünglich geplanter 2,5 Millionen Euro für die Baukosten wurden zu fast 100 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung getragen. Noch nicht abgeschlossen ist im Souterrain das geplante Besucherzentrum, das unter dem Titel Schaufenster Ostsee geplant ist. In diesem soll Forschung zeitgemäß präsentiert werden. Der Eröffnungstermin ist allerdings noch offen.

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