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Norddeutsche Neueste Nachrichten

18. November 2017 | 00:15 Uhr

Baugeschehen : Endspurt für den alten Anker

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bis November soll die Ruine saniert sein. Für die Bauleute ergeben sich hier immer wieder neue Herausforderungen.

Nachdem sie jahrzehntelang Stadt, Einwohner und Bauleute beschäftigt hat, soll die Sanierung der ehemaligen Rostocker Spirituosenfabrik Anker nun schon im November fertig werden.

Das verkündete gestern Bianca Baar-Weber von BBW auf dem 12. Immobilientag der Hansestadt. Sie übernimmt die Projektsteuerung für den Bauherren, einen Investor aus der Region. Er hatte im Februar 2013 die Ruine, die auf rund 5000 Quadratmetern in der Doberaner Straße steht, von Lidl gekauft. Der Einkaufsmarkt selbst wird nun Mieter des Gebäudes. Lidl bezieht mit einer Filiale das Erdgeschoss des Ankers. Im ersten und zweiten Ober- sowie auch im Dachgeschoss des Malzturms entstehen insgesamt 30 Wohnungen. Erste Interessenten gab es schon im Sommer 2013. Der fünf Millionen Euro teure Bau am Anker bedeutet einen enormen Planungsaufwand, berichtet Baar-Weber: „Man kommt jeden Tag auf die Baustelle und wieder ist etwas anders.“ Wo die Bauleute auf Fundamente hätten stoßen müssen, waren so zum Beispiel teilweise keine zu finden. Die uralten Pläne waren falsch. Auch der Malzturm, der sieben Meter in die Tiefe ragen sollte, reicht nur 1,8 Meter ins Erdreich. Dort sollte aber ein Zugang zur Tiefgarage für die Mieter entstehen. Die Bau-Planungen für das denkmalgeschützte Gebäude von 1870 mussten im August 2013 noch mal komplett umgeschmissen werden.

Große Teile des Ankers wurden abgerissen – Nebengelasse aus den 1950er-Jahren, aber auch Teile des Sudhauses. Damit war schon im Mai 2013 begonnen worden. „Es bestand enorme Einsturzgefahr“, sagt Baar-Weber. Die Wände des Hauses werden originalgetreu nachgebaut mit Handstrichziegeln, aus denen der Anker auch erbaut wurde. Und auch der klassische grüne Ankerschriftzug soll wieder das Gebäude zieren.

Anfang nächster Woche kommt die Decke auf das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss wird errichtet. Die Tiefgarage mit ihren 32 Stellplätzen ist fast fertig. Um das Gebäude herum entsteht ein Platz mit 59 Stellflächen. Die Einfahrt wird in der Doberaner Straße liegen. Die Wohnungen sollen nach dem Innenausbau Anfang 2015 bezugsfertig werden. Bislang nicht verplant ist das riesige Tonnengewölbe des Ankers mit 800 Quadratmetern Fläche.

 

 

 

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