Neuer Markt in Rostock Reutershagen : Endlich: Reutershäger bekommen neuen Markt

Baubeginn im Herbst: Mehr frische Waren, WCs und neuer Bushalteplatz geplant / Kreisel wird Zubringer

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09. März 2016, 05:00 Uhr

Kopfsteinpflaster, vereinzelte Marktstände zwischen Wildparkern und eine unübersichtliche Verkehrsführung – der Markt in Reutershagen lädt bisher nicht zum Verweilen ein. Doch das soll sich jetzt ändern, denn der Stadtteil bekommt einen neuen Markt und einen neuen Kreisverkehr als Zubringer.

„Seit der Wende kämpfen die Bewohner für einen neuen Marktplatz. Darum, dass das Zentrum des Viertels endlich so aufgewertet wird, wie es sich gehört“, sagt Bausenator Holger Matthäus (Grüne). Jetzt stünden mehr als eine Million Euro in den Haushalten 2016 bis 2018. Baubeginn sei voraussichtlich im Herbst, so Matthäus.

„Der Platz hat zwei Hauptfunktionen: als Frischemarkt und Haltepunkt für den Busverkehr“, sagt Uwe Neuendorf vom Planungsbüro Inros Lackner. Künftig sollen die Flächen durch Baumpflanzungen in der Mitte des Areals getrennt werden, so Neuendorf. Der Frischemarkt solle größer werden und die Busse verbesserte Umsteige- und Wartemöglichkeiten bekommen. Der Ausstieg für die Busse werde in die Walter-Stoecker-Straße gelegt, von wo aus die Fahrzeuge auf einem kleinen an die Bästlein-Straße grenzenden Areal warten können. Eine Bustasche sei aus baulichen Gründen hier nicht möglich, ein Rückstau sei aber nicht zu erwarten, da es sich lediglich um einen Ausstieg handele. „Zur Verkehrsberuhigung und Sicherheit wird der Bereich um den Markt – außer der Stoecker-Straße – künftig nur in eine Richtung befahrbar sein“ so Neuendorf. Zusätzlich werden Zebrastreifen an beiden Enden des Marktplatzes errichtet und ein barrierefreier Übergang zur Reuterpassage geschaffen. „Und das geplante WC soll, wenn es nach uns geht, öffentlich sein“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Peter Jänicke (Linke).


Verkehr neu geregelt: Ampel soll weichen


Mit der Sanierung des Marktes einhergehend soll auch die Ampel an der Kreuzung Ullrich-von-Hutten-Straße/Goerdeler Straße in einen Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 40 Metern verwandelt werden. Angst vor Rückstau müssen die Anwohner aber nicht haben: „Erhebungen haben ergeben, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle absolut leistungsfähig ist“, sagt Planer Neuendorf. Bisher hätten lediglich die Rotphasen an der Ampeln zu gelegentlichen Staus geführt. Mit dem Kreisel solle auch eine verbesserte Radwegeführung realisiert werden und künftig je eine Fahrspur pro Richtung für Pkw genügen. Dadurch würden Zulieferer auch nicht mehr in Versuchung geführt, auf der Straße zu halten, so der Planer.

Wie der Bauablauf konkret aussehen wird, stehe während der Vorplanung noch nicht fest. „Die Tendenz geht aber dahin, dass zuerst der Kreisel gebaut wird und dann am Markt“, so Ralf Petruschka aus dem Tief- und Hafenbauamt.

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