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Nach Wildschwein-Attacke : Endlich Hilfe für FSV-Fußballer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach Sportplatz-Verwüstung durch Wildschweine: Kröpeliner Rasen-Profi bietet Sanierung für nur 6500 Euro

Die Sportler vom Freizeit-Sport-Verein (FSV) Nordost Rostock können aufatmen. Nachdem eine Wildschweinhorde ihren Sportplatz in Dierkow hinter dem Wall verwüstet hat, war die Fläche nicht mehr nutzbar. Jetzt hat sich das Kröpeliner Unternehmen Hanseatische Umwelt gemeldet.  „Wir wollen dem Verein tatkräftig unter die Arme zu greifen“, sagt Geschäftsführer Martin Staemmler.

Für 6500 Euro will  er den Rasen für die Sportler wieder in Ordnung bringen. „Das ist ganz große Klasse, wir freuen uns über dieses Angebot“, sagt Steve Kölzow, stellvertretender Vereinsvorsitzender vom FSV.

Erneuerung kostet sonst 20 000 Euro

„Eigentlich kostet eine  Rasenerneuerung rund 20 000 Euro“, sagt Staemmler. Dieses günstige Angebot kann  er dem Verein nur anbieten, wenn die Sportler auch einen kleinen Teil Eigenleistung mit einbringen.  Selbst will der Profi, der seit 20 Jahren Rasenanlagen anlegt und instand setzt, mit drei Leuten und Maschinen anrücken. „Den genauen Umfang der Arbeit kann ich aber erst vor Ort ermitteln“, sagt Staemmler. Bei der Begehung schaut er sich das ganze Ausmaß genau an. „Ich untersuche die Bodentiefe der Grasnarbe und die physikalischen Verhältnisse, also die Nährstoffe im Boden“, fügt er hinzu. Seiner Planung zufolge könnten die Arbeiten in zwei bis drei Tagen erledigt sein. „Und schon nach acht Tagen wird der Rasen einen Zentimeter hoch sein“, so Staemmler.

Damit das wertvolle Grün so schnell sprießen kann, bringt er  spezielle Materialien zum Einsatz: Die von der Rotte aufgewühlten Stellen werden mit Rasenerde – einem Gemisch aus Grünschnittkompost und Algensanden aus der Ostsee – aufgefüllt. „Algen fördern das Wurzelwachstum und es entsteht die Scherfestigkeit“, erklärt der Rasen-Profi. Die Sanden sorgen dafür, dass der Rasen anschließend nicht zu hart und fest wird. Dem darauf gestreuten  Saatgut fügt er  einen selbst entwickelten Aktivator hinzu, welcher das wurzeltiefe Wachstum beschleunigt.

Ist der Boden gedüngt, wird er abgedeckt. „Das ist wie eine Bettdecke und sorgt für ein schützendes Klima für das Gras“,  so Staemmler.  So könne das Grün schnell gedeihen und sei in absehbarer Zeit wieder  nutzbar. Die ausgewählte Grasart sei besonders für Sportplätze geeignet, da sie stark ausläufertreibend ist und Löcher dadurch schnell von selbst zuwachsen.

Damit Staemmler mit seinen Männern anrücken kann, muss sich der Sportverein nun bemühen, die Kosten für die Rasensanierung aufzutreiben. „Wir haben die Stadt und alle möglichen Stellen angefragt, warten aber noch auf  Antwort“, sagt Kölzow. Auch wenn es schwierig wird, ist er froh, so ein tolles Angebot bekommen  zu haben.

So können auch Sie mit anpacken
Sie möchten dem vom Pech verfolgten Freizeit-Sport-Verein Nordost Rostock unter die Arme greifen? Sie wollen selbst mit anpacken und  dabei helfen, den Fußballplatz wieder in Schuss zu bringen oder Sie möchten einen bestimmten Betrag spenden, damit der Verein bald wieder auf dem Areal trainieren kann? Dann schreiben Sie eine E-Mail an die Norddeutschen Neuesten Nachrichten unter dem Stichwort „Rasenhilfe“ an die  Adresse nnn@nnn.de

 

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erstellt am 07.Mai.2016 | 08:00 Uhr

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