Ringen in Rostock : „Empfang“ für Moritz und Daniel

Gemütliches Beisammensein im „Lucullus Dream“. Von links: Trainer Lars Abrutat, Moritz Langer mit dem Wanderpokal für den „Besten Ringer des Jahres“ des PSV Rostock, Daniel Gielow, Abteilungsleiter Martin Buhz und Trainer Paul Steingräber. Buhz, der auch Referent Schulsport beim Ringerverband MV ist, durfte bei der Gelegenheit Moritz für seinen zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften eine Prämie des Landesverbandes überreichen.
Gemütliches Beisammensein im „Lucullus Dream“. Von links: Trainer Lars Abrutat, Moritz Langer mit dem Wanderpokal für den „Besten Ringer des Jahres“ des PSV Rostock, Daniel Gielow, Abteilungsleiter Martin Buhz und Trainer Paul Steingräber. Buhz, der auch Referent Schulsport beim Ringerverband MV ist, durfte bei der Gelegenheit Moritz für seinen zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften eine Prämie des Landesverbandes überreichen.

Trainer und Abteilungsleiter des PSV Rostock würdigen ihre Aushängeschilder, die Sportschüler Langer und Gielow #wirkoennenrichtig

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29. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Nette Geste der Abteilung Ringen des PSV Rostock um Abteilungsleiter Martin Buhz sowie die Trainer Lars Abrutat und Paul Steingräber: Sie luden am Dienstag ihre Aushängeschilder, die auf „Heimaturlaub“ befindlichen Sportschüler Daniel Gielow und Moritz Langer, zum gemütlichen Beisammensein ein, um ihnen danke zu sagen für ihre 2016 gezeigten Leistungen.

Bei der Gelegenheit wechselte auch der Wanderpokal für den „Besten Ringer des Jahres“ des Vereins seinen Besitzer. Das heißt, Mutter Birgit Langer hatte die Trophäe zu Hause heimlich „beseitigt“, auf dass sie nunmehr erneut an ihren Filius überreicht werden konnte. Denn der zweite Platz von Moritz bedeutete die erste Medaille für den PSV bei Deutschen Jugend-Meisterschaften seit den Zeiten von Sebastian Nowak (zweimal Gold) und Christian Nützmann 2002 bis 2004, und dieser Erfolg „überstrahlte alles, obwohl Daniel unglaublich aufgeholt hat, was es eigentlich wert war, genauso honoriert zu werden“, sagte Lars Abrutat.

Moritz war schon in sehr jungen Jahren so etwas wie ein Prominenter des Rostocker Sports. Regelmäßig tauchte sein Name im Zusammenhang mit Turnier-Erfolgen auf – bis er 2011/12 für knapp zwei Jahre aufhörte, u. a., weil er in seiner Gewichtsklasse keine Trainingspartner mehr hatte. Gottlob kehrte Moritz, der bis vor kurzem auch Schach spielte, zweimal Vize-Landesmeister von MV wurde, jedoch zum Ringen zurück. Auch die Erfolge stellten sich schnell wieder ein. 2017 möchte sich der 15-Jährige für die Kadetten-Europameisterschaften im Juli in Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, und die -Weltmeisterschaften im September in Athen qualifizieren. Dafür müsste er bei den nationalen Titelkämpfen im April im saarländischen Eppelborn Gold holen…

Saisonhöhepunkt von Daniel, der von der B- in die A-Jugend „aufrückt“, sind die zeitgleichen Deutschen Meisterschaften in Nieder-Liebersbach (Nordbaden): „Dort will ich eine Medaille erreichen.“

Nicht nur darin, dass sie zwischenzeitlich beim SV Hafen bzw. SV Warnow 90 aktiv Fußball spielten, weisen die Vereinskameraden Parallelen auf. Sie verspürten auch kein ins Gewicht fallendes Heimweh, als sie an ihre jeweilige Sportschule wechselten, teilen sich dort mit
einem anderen Talent (dem Berliner Jan Beckmann bzw. dem Torgelower Hanno Hänsel) ein Zimmer, sie trainieren beide üblicherweise neunmal die Woche, wollen eines Tages an Welt- und
Europameisterschaften teilnehmen, und sie kommen immer etwa jedes zweite Wochenende nach Hause, nach Biestow bzw. Evershagen.

So sieht Moritz Langer auch seinen Bruder Robert (13/spielt Schach beim TuS Makkabi) regelmäßig. Und Daniel Gielow freut sich neben seinen drei Geschwistern (Zwilling Dennis sowie David/19 und Alexander/8) nicht zuletzt auf Xantia, die Chinesische Faltenhund-Dame der Familie.

Paul Steingräber würdigte auf der Zusammenkunft
im Restaurant „Lucullus Dream“, „dass sie beide überall für unseren Verein auftreten und dies hoffentlich noch lange tun werden“, und auch wenn sie derzeit in Luckenwalde bzw. Frankfurt (Oder) trainieren würden, „so erhielten Moritz und Daniel doch ihre Grundausbildung in Rostock, und daran hatten Burkhard Schulz und André Lenz das Hauptverdienst“.


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