Kooperation : Elektronik-Firmen arbeiten ab sofort zusammen

Montage von Schaltschränken bei Sear: Das Unternehmen arbeitet ab sofort strategisch mit Mar zusammen.
Montage von Schaltschränken bei Sear: Das Unternehmen arbeitet ab sofort strategisch mit Mar zusammen.

Sear GmbH und Mar GmbH beschließen eine strategische Partnerschaft / Ziel ist die erhöhte Zukunftsfähigkeit beider Unternehmen

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25. Februar 2014, 08:00 Uhr

Die auf hochkomplexe elektrotechnische Systeme spezialisierten Rostocker Firmen Sear GmbH und Mar GmbH werden künftig in einer strategischen Partnerschaft eng zusammenarbeiten. Beide Unternehmen wollen in den Bereichen Produktionssteuerung und Industrieautomation gemeinsam auftreten. Dazu hat Sear 50 Prozent der Mar-Geschäftsanteile erworben, teilten die Firmen gestern mit. Die Gesellschaftsformen blieben wie die Geschäftsführungen unverändert.

„Es geht um das Zusammenführen von operativen Tätigkeiten, nicht ums Finanzielle“, sagte Sear-Geschäftsführer Mayk Wiese. Mar mit 28 Mitarbeitern versteht sich als Dienstleister etwa in der Lebensmittelindustrie und sorgt für die Automatisierung von Fertigungsstraßen. Wichtige Tätigkeitsbereiche seien auch die Automobilbranche mit der Steuerung der weltweiten Fertigung und dem Einbau von Kabelbäumen. „Im Rostocker Hafen gibt es keine einzige Band- oder Förderanlage, an der Mar nicht beteiligt war“, sagte Geschäftsführer Rainer Schau. Mit Sear sei es nun möglich, den Tätigkeitsumfang zu erweitern. Ein erstes Kooperationsprojekt sei zur Energie- und Rohstoffsteuerung in der Getränkeindustrie geplant.

Der Umsatz der 1996 gegründeten Mar GmbH belief sich vergangenes Jahr laut Schau auf rund 3,5 Millionen Euro. Sear war aus dem früheren VEB Starkstrom-Anlagenbau Rostock hervorgegangen, der 1991 von Siemens übernommen wurde. 1996 wurde das Unternehmen als Dienstleister durch Gründung der Siemens Engineering und Anlagenerrichtung Rostock GmbH selbstständig und 2006 von den geschäftsführenden Gesellschaftern Thomas Lambusch und Wiese erworben. 180 Mitarbeiter erwirtschafteten 2013 einen Umsatz von rund 50 Millionen Euro. Sear ist unter anderem am Bau von Umrichter-Plattformen für Offshore-Windparks beteiligt.

Die jetzt beschlossene strategische Partnerschaft soll es beiden Unternehmen ermöglichen, ein breiteres Leistungsportfolio anbieten zu können, den Zugang zu Neukunden zu erleichtern und dadurch die jeweilige Kundenbasis insgesamt zu vergrößern. Übergeordnetes Ziel ist es, beide Unternehmen zukunftsfähig zu halten und durch kontinuierliches Wachstum auch langfristig stabile Marktpositionen zu erzielen.

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