zur Navigation springen

Sportstätten : Eishalle und Co: Stadt will 62 Millionen investieren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostock legt Maßnahmen bis 2018 vor. Bund und Land erteilen Neptun-Freibad eine Absage.

von
erstellt am 22.Mai.2015 | 12:00 Uhr

Die Hansestadt feilt an ihren Sportstätten der Zukunft. Laut aktualisiertem Generalplan, den das Amt für Schule und Sport jetzt vorgelegt hat, soll allein die Eishalle bis 2018 für 6,5 Millionen Euro saniert werden. Bis Jahresende soll eine Studie den Umfang der benötigten Arbeiten konkretisieren. Klar ist, so Amtsleiter Martin Meyer: „Nach der energetischen Ertüchtigung muss auch der Sommerbetrieb möglich sein.“ Bisher sei das Gebäude dafür einfach zu schlecht isoliert.

Auch Sanitär- und Umkleidebedingungen entsprechen schon längst nicht mehr den Standards. „Es ist völlig unstrittig, dass das so nicht auf Dauer bleiben kann“, sagt Meyer. Allerdings handle es sich bei der Eishalle schon wegen der eingesetzten Stoffe wie Ammoniak um „ein hochgradig sensibles Objekt“. Am jetzigen Ort wäre eine komplett neue Baugenehmigung wahrscheinlich ohne Aussicht auf Erfolg, sagt Meyer.

Für Jahre vom Tisch ist der Neubau eines Freibads neben der Neptun-Schwimmhalle. „Wir haben immer gesagt, das geht nur, wenn Bund, Land und Stadt sich die Kosten teilen“, so der Amtschef. Doch die anderen Partner hätten dem 14,3 Millionen Euro teuren Vorhaben zuletzt klare Absagen erteilt. Dabei seien die Pläne schon bis ins Detail ausgearbeitet.

„Wir haben unfassbar viele fertige Projekte in der Schublade“, sagt Sportsenator Steffen Bockhahn (Linke). Deren Umsetzung scheitere aber häufig an der schlechten Haushaltslage. Gerade erst habe das Innenministerium Rostock wieder untersagt, neue Vorhaben anzupacken, nur laufende Maßnahmen dürfen weiter finanziert werden. Damit steht auch der Großteil der mittelfristig geplanten Sportstätten-Sanierungen und -Neubauten unter Vorbehalt. „Da steht im Moment eine Glaskugel vor uns“, sagt Bockhahn. Alle 28 für die Zeit bis 2018 aufgeführten Projekte zusammen haben ein Volumen von mehr als 62 Millionen Euro. Allein in diesem und im kommenden Jahr sieht der Entwicklugsplan Investitionen von 28,8 Millionen Euro vor.

Herbert Pankau, Präsident des Stadtsportbunds, zeigt sich mit den Plänen insgesamt zufrieden. Er sagt: „Wir müssen uns darauf konzentrieren, was Rostock im Sport nach vorne bringt.“ Die Eis- und Schwimmhalle seien dafür unverzichtbar. Allerdings fordert Pankau, die Prioritätensetzung bei den Sportstätten nicht nur alle zehn, sondern künftig alle zwei bis drei Jahre zu überprüfen. Das bisherige Verfahren sei beispielsweise zu unflexibel, um auf neue Anforderungen – etwa durch die amerikanischen Sportarten – schnell einzugehen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen