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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. November 2017 | 07:07 Uhr

Eisbrecher-Crew lehnt Rückkehr ab

vom

svz.de von
erstellt am 03.Aug.2012 | 06:15 Uhr

Stadtmitte | Nach der Rückgabe des Eisbrechers "Stephan Jantzen" an den amerikanischen Eigner will die Interessengemeinschaft auf keinen Fall wieder an Bord gehen. Darüber haben die Mitglieder bei ihre Versammlung am Donnerstagabend abgestimmt. "Nach Meinung unserer Mitglieder führt kein Weg mehr auf das Schiff zurück", sagt der Vereinsvorsitzende Michael Egelkraut.

Den Wunsch des Eigners Paolo Zampolli, dass der Verein das Schiff weiter betreibt, lehnt die Interessengemeinschaft ab. Zampolli hatte die Crew in der vergangenen Woche per Mail um die Weiterführung ihrer Arbeit an Bord gebeten.

Die Mitglieder fühlen sich jedoch vom Beauftragten des Eigners, Kai Gunther Lehmann, beleidigt und mit ungerechtfertigten Forderungen konfrontiert. Egelkraut stellt klar: "Entgegen allen Behauptungen hat der Verein alle anfallenden Verbindlichkeiten stets pünktlich und korrekt beglichen." Die Grundlagen einer weiteren Zusammenarbeit seien nun nicht mehr gegeben.

Bei ihrer Versammlung beschlossen die Mitglieder den Fortbestand des Vereins - auch ohne Schiff. "Wir sind fest entschlossen, uns nach einem eigenen maritimen Traditionsfahrzeug umzusehen um es wieder zu einer Attraktion in der Hansestadt zu entwickeln", sagt der Vereinsvorsitzende. Mögliche Objekte nannte er noch nicht. Egelkraut weist darauf hin, dass museale Objekte der Hansestadt Rostock nicht zur Debatte stehen. "Wir werden jetzt das Gespräch mit anderen Vereinen suchen."

Sein Verein hatte den Eisbrecher seit seiner Verholung in den Rostocker Stadthafen vor drei Jahren betrieben und gepflegt. Die Mitglieder der Crew leisteten zusammen 48 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit ab.

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